197.2026: Überall

Mit einem Buch lenke ich mich von der bevorstehenden Wahl ab.

 

Nachdem meinereiner von allen Seiten mit dystopischen Vermutungen über den Ausgang der hiesigen Landtagswahl zugeschüttet wird, war ich auf der Suche nach Ablenkung. Ein ausgelesenes Buch führte dazu, daß ich aus meinen HuSuB ein nächstes aussuchen muß. Bei mir vergeht wirklich kein Tag, ohne wenigstens ein paar Seiten zu lesen. Ich lese beinahe überall.

Puh. Wonach ist mir wohl? Science Fiction oder Wissenschaftliche Phantastik mag ich heute nicht. Auch Romantisches, Strittmatter und Fantasy bzw. Moderne Märchen sind heute nicht verlockend. Aber dann, dann habe ich ein dunkelbraun-rotes Buch in der Hand und eines aus der Reihe „Kleine Edition”. Es wird das größere der beiden. Donald Nolet: Kryptogramm. Ein Droemer Taschenbuch von 2017. Ein Buch, das laut Nachwort des Verfassers auf Fiktion, Fakten und Spekulationen beruht, und in dem sogar hochoffizielle Websites genannt und/oder empfohlen werden. Meine Ablenkung ist damit gefunden.

Da ich mein Wahlrecht schon ausübte, kann ich mich also in den nächsten Tagen vertiefen in das Buch und in das WWW, in dem sehr, sehr viel über das Voynich-Manuskript geschrieben wurde. Ich erinnere mich, daß vor ein paar Jahren die Entschlüsselung dieser mittelalterlichen Hanschrift bekanntgegeben wurde. Das war aber wohl eine Falschmeldung. Laut Wikipedia ist jedenfalls bis heute keine Entschlüsselung des Voynich-Manuskripts möglich gewesen. Übrigens soll sich auch die NSA (wie wohl auch andere ähnliche Institutionen dieser Welt) mit dem Werk beschäftigt haben; es gibt auf deren offizieller Website mehrere Fundstellen diesbezüglich (die ich aber noch nicht angesehen habe).

Schwups, war ich im oft esoterisch angehauchten Universum rund um eine zwischen 1400 und 1450 (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) entstandene Handschift versunken. Meine Güte! Unglaublich, daß so wenige Pergamentseiten in der Größe von 22½ cm mal 16 cm mit den darauf befindlichen Zeichen und Zeichnungen so viele Wissenschaftler und Hobbyisten und Laien beschäftigen! Ja, auch ich begegne dem Werk nicht zum ersten Mal – aber es wurde nie so wichtig für mich, daß ich mich mit ihm näher befassen wollte. Jetzt aber, jetzt versuche ich mich mit dem oben genannten Buch vom realpolitischen Irrsinn abzulenken.

Das Buch beginnt im Jahre 1610 in Prag, wo sich fünf wirklich existierende Männer trafen. Ich habe wohl eine relativ spannende Lektüre vor mir.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Einige leere, bereits gefaltete Kartons gab ich ins Altpapier.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 27.08.2026 zwei Bücher, eine kleine Entwarnung, die Zeit in meiner Wanne.


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Über Der Emil

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2 Kommentare zu 197.2026: Überall

  1. Frau_Ilka sagt:

    @deremil was ist denn ein HuSub? Hunderte Stapel ungelesener Bücher?

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