Nein, der war ich nie und bin ich nicht.
Da waren noch Eier im Kühlschrank, die dringend wegmußten. Aber auf gekochte, Rühr- oder Spiegeleier hatte ich keinen Appetit, und Saure Eier waren mir heute zuviel Aufwand. Was also tun? Was also kochen?
Ich sah mich in der Küche um. Suppennudeln. Erbesen und Möhren. Gekörnte Brühe habe ich sowieso immer im Haus. Also am Sonntag eine schnelle Suppe zusammenstümpern und die Eier darin einquirlen? Warum nicht? Weil Sonntag ist? Na und? Der Sonntagsbraten ist doch schon lange Geschichte, oder nicht? Ich hatte mir sogar noch zwei Würstchen darin heißgemacht. Und wurde sehr satt. Und stellte die Hälfte in den Kühlschrank – so viel schaffe ich nicht mehr zu essen. Oh, meine Mutter hätte mich für Suppe am Sonntag früher enterbt, denn das geht/ging ja gar nicht.
Und wie ich dann so aus meiner Schüssel löffelte, fiel mir auf, daß ich noch im letzten Jahr ziemlich häufig Suppe kochte und aß. Häufiger als in diesem Jahr, da ich mich – ich gestehe zu meiner Schande – ziemlich oft mit irgendeinem Instant-Becher zufriedengab. Das muß sich wieder ändern. Also stehen auf dem Einkaufszettel für die kommende Woche Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi, Hokkaido und ähnliches, das sich wunderbar zu Suppen oder Eintöpfen machen läßt. Ach, und Suppengemüse wäre auch nicht schlecht.
Für die kommenden Woche ist erstmal Linsensuppe vorgesehen, oder Möhrensuppe. Auch eine Zwiebelsuppe wäre möglich, mit Käse … Ach, mir tropft der Zahn …
Erinnerung des Tages:
Beide Rezepte für süß-saure Lieblingsessen habe ich von der Mecklenburger Großmutter Erna (Pommerscher Herkunft), so wie auch die häufige Verwendung von Muskat.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 23.08.2026 erledigte Hausarbeit, Nudelsuppe mit Eierflocken, Ideen für den Speiseplan.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich realisiere gerade, dass ich kaum kulinarisches Erbe habe, schon gar keine Tabu-Gerichte an bestimmten Tagen. Das fühlt sich sehr frei und gut, zugleich auch ein wenig traurig an.
Ist so’n Familiending …
Das Bessere daran ist das, was immer geht.