Nº 123 (2019): Und weg bin ich

Nicht für immer. Noch nicht.

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Aus dem Alltag aussteigen, einfach so, für eine kleine Weile. Nicht vollständig, dazu ist das heutige Leben viel zu angenehm. Aber regelmäßig für einige Stunden oder Tage, vielleicht auch mal eine Woche raus aus dem Hamsterrad? Nicht ganz offline gehen, nein, aber etwas weniger am Daddelphone hängen. Mal wieder mit Sachen beschäftigen, die heutzutage als wertlos abgetan werden: reden, lachen, am Feuer sitzen, alte Künste pflegen, Gleichgesinnte kennenlernen und Gedanken austauschen, feilschen.

Ich sehe mir gern alte Gewerke an, vielleicht finde ich auch diesmal welche. Und ich liebe es, Dinge zu begreifen im wortwörtlichen Sinne. Ja, ich brauche auch noch das Eine oder Andere. Und schauspielern werde ich auch. Ab ins Mittelalter(spektakel) – für Sonnabend und Sonntag.

 

Da fällt mir ein: Ich wollte doch auch im April etwas unternehmen, nämlich eine Oper, ein Ballet oder ein Kammerspiel besuchen. Das habe ich so nicht direkt geschafft. Aber ich habe Corvus Corax Inkognito live gesehen und eine Osterprozession und ein Schauspiel von Max Gaudio und einen “Scheiterhaufen” habe ich auch gebaut …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 03.05.2019 waren positiv das Packen, die Fahrt im orangen Fliewatüt, der geschaffte Aufbau.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Antworten zu Nº 123 (2019): Und weg bin ich

  1. kat. sagt:

    Gewerke… Ich musste nachschauen was das ist, denn als ich im Januar die Kirche besucht, in der meine Eltern geheiratet hatten und noch so andere Ahnen, stand auf manchen Kirchenstühlen dort:Aelterleute der Gewerke. Ich dachte das heisst Handwerk, aber es heisst ja speziell
    Handwerk des Bauwesens. Danke dass du mir dieses Wort noch Mal gegeben hast. Jetzt weiss ich wieder mehr. Schönes Wochenende! Kat.

    • Der Emil sagt:

      Und doch war es in früheren Zeiten mehr als das klassische Bauhandwerk, das zu den Gewerken gehörte.

      • kat. sagt:

        Ich fand es sehr schön , dass es in der Kirche so viele Kirchenbänke gab, wo das drauf stand. Aelterleute der Gewerke. Vier Bänke. Es müssen viele gewesen sein, in dem Ort die das ausgeübt haben. Also was genau schaust du an, wenn du Gewerke anschaust,? Ich mag das Wort. Liebe Grüße Kat.

        • Der Emil sagt:

          Im Schloß Bernburg wird zur Zeit viel gebaut. Gestern waren Gerüstbauer zugange an einem der Türme. Eine Bogenbauerin und Seilerin zeigte ihr Handwerk. Arbeisstücke von Steinmetzen lagen hinter Bauzäunen im Schloßhof.

          Ich liebe es, Schmieden und Steinmetzen bei der Arbeit zuzusehen oder Zimmerleuten/Tischlern/Schnitzern, also Menschen, die mit Holz arbeiten. Auch Weberei und Handspinnerei bieten mir meditative Ansichten …

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