Wenn es nichts mitzuteilen gibt (Nº 152/2018)

Dann gibt es genau das mitzuteilen.

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Ich habe heute nur mitzuteilen, daß ich nichts mitzuteilen habe. Es geschah nichts Mit­tei­lenswertes, ich tat nichts Mitteilenswertes. Ja, es hat geregnet hier in der Stadt, sogar mehrmals, es hat sich auch etwas abgekühlt. Aber sonst fehlt mir heute jeglicher Antrieb zum Schreiben, irgendwie.

Ich bin müde, schlaff. Das Wetter macht mir wirklich zu schaffen, darüber habe ich schon oft genug geschrieben in den letzten Jahren. Und sonst … war nix los, über das ich nicht auch schon irgendwann geschrieben habe. Bin ich vielleicht doch am Ende des täglichen Bloggens angelangt? — Davor, gestehe ich, habe ich tatsächlich Schiß, denn dann fehlt mir die Konstante der letzten acht Jahre … Außerdem habe ich das Schreiben heute pro­kra­stiniert, mittels Verfertigen einer Bolognesesoßevariation: Ein Pfund Zwiebeln, etwas Speck, drei Pfund Hackfleisch, passierte und geschälte Tomaten, diverse Gewürze, drei Knoblauchzehen, dies, das und jenes, sogar Wein landeten darin. Ich weiß, echte Bolo­gnese geht anders. Dann hab ich eben ETW-Hackfleischsauce – ETWHFS – gezaubert. Der ziemlich große Topf steht über Nacht im Kühlschrank, morgen wird portioniert ein­ge­froren. Und gegessen.

Ich werde jetzt noch ein Weilchen bei offenem Fenster liegen und lesen; und ja, ich werde auch das Schreibzeug neben mir liegen haben. Illusionslos. So oft ich schon dafür plä­dier­te, auch dann zu schreiben, wenn es nichts zu schreiben gibt, einfach ins Blaue hinein draufloszuschreiben: Selbst das geht seit gestern nicht mehr, die Blätter bleiben leer. Ja, das ist Jammern auf hohem Niveau. Ich höre besser auf damit. Es gibt ja sowieso nichts zu erzählen. (Ups. Jetzt hat das ja doch funktioniert mit dem Drauflosschreiben. Da bin ich ja beinahe etwas stolz auf mich.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 01.06.2018 waren schonwieder gute Nachrichten, ein ausgelesenes Buch, fertige ETWHFS (siehe oben im Text).
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Stäbe.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Wenn es nichts mitzuteilen gibt (Nº 152/2018)

  1. Nati sagt:

    So kann es einem ergehen wenn man über das Nicht Schreiben können etwas schreibt. Schwupps ist die Seite voll. 😀


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  2. Arabella sagt:

    Du hast allen Grund stolz auf dich zu sein.

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