Ein sehr zweispältiges Ding (Nº 072/2018)

Trotz eindeutigem Ende.

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Irgendwo hatte das Navi versagt, irgendwo. Und deshalb waren sie irgendwo falsch abgebogen. Irgendwann. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reichte aus, um … um mitten im Nirgendwo anzukommen. Um sie herum war plötzlich: Nichts. Wirklich nichts. Nur Leere. Dunkle Leere. Und Kälte. Kalte, dunkle Leere. Nirgends Streichhölzer, kein Feuerzeug, kein Licht. Keine Wärme. Alle Batterien leer. Aus der Angst, der Sorge, ward Hoffnung, dann Verzweiflung; und am Ende war da nichts als Unverständnis, Lähmung, Schweigen.

Wessen Vorschlag war das eigentlich gewesen, blind auf das Navi zu vertrauen? Derjenige muß doch schuldig sein. Schuld an diesem ganzen Dilemma, das keiner so gewollt hat. Böses Tun bleibt immer böses Tun, trotz allerbester Absichten. Aber was nützt es jetzt noch, über Schuld und Absicht zu spekulieren. Nichts nützt es. Nichts. Wenn es vorbei ist, endgültig und und unwiederbringlich vorbei ist, dann gibt es keinen Weg zurück, keinen Neustart, keine Fortsetzung. Nie wieder.

Und selbst wenn niemand sie sieht, so bleibt doch die Möglichkeit, Neues zu (ver-)suchen. Und die Hoffnung, etwas zu finden. Die Hoffnung: das größte Übel aus der Büchse der Pandora?

 

 

(Nein, das ist weder akut noch wirklich von mir erlebt. Das ist nur lautes Denken.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 13.08.2018 waren geleistete Hilfe, eine sonderbare Geschichte, die Freude über andauernde Möglichkeiten und Hoffnungen.
 
Die Tageskarte für morgen ist der König der Kelche.

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Über Der Emil

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0 Antworten zu Ein sehr zweispältiges Ding (Nº 072/2018)

  1. Sofasophia sagt:

    Eine spannende Metapher um Schuld und Verantwortung – Nachdenkfutter …

    • Der Emil sagt:

      Und die Frage nach Schuld und Verantwortung wird drängender werden, je mehr die Menschen auf Technik „vertrauen“, je schneller wir Beziehungen aufeinander folgen lassen, je voller unsere Lebenszeit gepackt wird. Oder?

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