Schaurige Begegnung (Nº 270)

Die unentdeckte Wildnis am Fluß

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Nichtsahnend schlenderte ich eines Nachmittags an der Elisabethsaale entlang. Nicht an der Wilden Saale, nicht am Hauptarm, nein, an der Elisabethsaale in der Nähe des Holzplatzes. Kaum ein Geräusch war zu hören, selbst auf der Hochstraße schien kaum Verkehr zu sein.

Hinter mir plätscherte es. Ich drehte mich um und sah es dort nach links aus dem Wasser steigen: Das Saaleungeheuer. Eine Mischung aus Shetland-Pony, Gottesanbeterin und Alien schob sich, düster glänzend, die Böschung herauf in die Sonne.

 

Saaleungeheuer

Saaleungeheuer an der Saale in Halle
Ich erwischte es, als es aus dem Wasser steigen wollte … (Saale)

 

Gerne hätte ich mehr und bessere Bilder davon gemacht. Aber an Land war es verdammt schnell unterwegs in meine Richtung! Was für ein Glück, daß ich ihm nach diesem einen Schnappschuß gerade noch entkam.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 26. September 2013 war eine Rundfahrt durch die Stadt.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehten unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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20 Kommentare zu Schaurige Begegnung (Nº 270)

  1. Boah…. das war spannend!! ZUm Glück hast du schnelle Beine 🙂

  2. wildganss sagt:

    Wie schön, ein Saalewolpertinger oder Elfetritsch!

    • Der Emil sagt:

      Sind die jetzt schon von Bayern so weit nach Norden gewandert? Eine Auswirkung der Klimaerwärmung?

      (Die Wolpertimnger im Ehrwalder Wolpertingermuseum waren alle viel kleiner!)

  3. solironow sagt:

    ach-ja. saaleungeheuer und halle – dickes stück meiner kindheit. am holzplatz war seinerzeit eine tanzschule und ich war nicht schnell genug, eine normale aufzufordern.
    so musste ich 2 stunden lang mit einem saaleungeheuer tanzen, welches gefühlte 2 meter groß und „tischlers tochter“, derweil ich seinerzeit zu kurz geraten.
    die heiterkeit der anderen, machte es mir nicht einfacher, aber seither habe ich eine klare vorstellung davon, wie ein saaleungeheuer sein MUSS

    • Der Emil sagt:

      Tanzschule? Im Klubhaus der (Bau- oder Chemie- ?)-arbeiter? Oder wo war die?

      Ich hoffe, Du hast trotzdem tanzen gelernt … mit dem Saalungeheuer (ich hab das „e“ absichtlich weggelassen).

      • solironow sagt:

        Cooles Wortspiel. Das Saal(e)ungeheuer war – wie wir seinerzeit zu sagen pflegten – „lang wie eine Woche und derre wie ’ne Lohntüte“, derweil ich seinerzeit ziemlich klein war. Meter 66 – ich war ein „Spätentwickler“. OMG! Nun sind die alten Obsessionen zurück – das waren die späten Sechziger in Halle an der Saale. Hinter dem Holzplatz stand damals ein Klubhaus.
        Und: Man musste ziemlich weit laufen, um an eine Haltestelle zu gelangen.

        • Der Emil sagt:

          Ganz ehrlich? Nach Deiner ersten Beschreibung dacht ich eher an ein „schlankes“ Brauereipferd …

          Das Klubhaus steht noch, irgendwer will wohl versuchen, es wieder nutzbar zu machen.

  4. Elvira sagt:

    Was dagegen ist Nessie? Das hat ja noch nicht mal jemand gesehen. Hoffentlich gibt es jetzt keine touristische Vermarktung. Du solltest Dir Ansprüche am „Merchandising“ sichern!

    • Der Emil sagt:

      Oh nein. Zu diesem Ungeheuer mag ich wirklich keinen näheren Kontakt. Falls jemand es zähmen möchte: nur zu!

      (Außerdem mag ich dieses „Geldverdienen“ mit allem Möglichen und Unmöglichen nicht.)

  5. Ray Catcher sagt:

    Wirkt ganz schön eilig. ist die Saale so kalt?

  6. Ulf Runge sagt:

    Andere Reisen zum Amazonas, um Rote-Liste-Lebewesen zu erkunden.
    Und Du hast das Elend vor der Haustür, lieber Emil.
    Gut, dass Du Dich retten konntest.
    Ich vermute, dass die hohe Nitrat- und Hormon-Belastung unserer Gewässer erst ermöglichst, dass wir uns auf eine neue Generation von Biestern einstellen müssen.
    Las ich doch jüngstens, die Schlagzeile auf dem Kopf stehend, dass jetzt auch immer mehr Riesterrente Erreger unter uns seien. Was sich zum Glück geklärt hat, als ich richtig rum las, dass es immer resistente Erreger gibt…
    Ich vermute, dass Du mit diesem Foto und Deinem Bericht bei Menschen 2013 auf der Fernseh-Couch landest…
    Liebe Grüße,
    Ulf

    • Der Emil sagt:

      In einem muß ich aber widerspechen: Die Saale hat wieder Badequalität. Es wurde bereits 2012 eine Flußschwimmstrecke eingerichtet. Und als ich vor Jahren einmal versucht habe, in der Saale zu schwimmen, ging das schon. Jetzt ist sie noch sauberer.

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  8. Hase sagt:

    das Saaleungeheuer hat mich doch neugierig gemacht und deswegen bin ich hier vorbeigehoppelt…. ich glaube, mir ist es auch schon einmal begegnet, vielleicht hat es vor Jahren am Altrhein sein Unwesen getrieben
    liebe Grüße
    Erika

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