Üer die Schwierigkeiten mit einem vorbereiteten Beitrag
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Als ich gestern nachmittag den Blogtext aus der Kladde ins Quanta, meinen HTML-Editor übertrug, mußte ich noch einige Informationen ixquicken – gockle mag ich ja nicht so sehr.
Ich wollte über ein Büchlein schreiben. Die Suchergebnisse zum Autor F. G. Frhr. v. Rechenberg waren ganz in Ordnung, aber dann … Zur zweiten gesuchten Person fand ich nicht viel. Also probierte ich noch duckduck.go u.a. und fand bei Wikipedia dann einige Infos über genau eine Person dieses Namens.
Alle Angaben dort paßten zum Grund meiner Recherche, sowohl zeitlich als auch örtlich. Und wie freute ich mich, als ich dort einen URI zu einer Website fand! Aber: 404. Diese Website war nicht auffindbar. Nochmal. Nichts. Reload. 404. Adresse angesehen: kein Schreibfehler. Wikipedia eben – immer kann man den Informationen dort nicht trauen.
Was sollte ich nun machen? Hm. Vielleicht nehm ich mal nur die Domain? Also nur www.xxxxxxplatzhalterxxxxx.com eingegeben, die Enter-Taste betätigt und – nach Cookie- und JavaScript-Gedöns endlich gesehen, was ich sehen wollte.
Ich suche Daten zu einem Fotografen bzw. ganz konkret zu einem seiner Fotos in besagtem Büchlein. Noch war ich mir nicht ganz sicher, ob es die gesuchten Informationen dort gibt. Dann las ich alles(!) durch und sah mir die Bilder der online-Galerie an. Ja, das paßt, das könnte zur gesuchten Person gehören. Nein, das muß zur gesuchten Person gehören.
Aber: die Person ist leider nicht mehr am Leben, und noch keine 70 Jahre tot. Also gilt für das Bild Urheberrechtsschutz. Und ich möchte ganz sicher keine unerlaubte Verwendung eines Bildes riskieren. Das heißt: der für heute vorgesehene Beitrag erscheint heute noch nicht.
Stattdessen schrieb ich gestern an seinen Enkel (jaja, all das hat sich glücklicherweise im Netz herausfinden lassen). Und nun warte ich auf Antwort aus dem Ausland. Obwohl der § 51 UrHG mir die Verwendung, so wie ich sie vorhabe, ganz sicher erlaubt, frage ich höflicherweis nach.
Und deshalb warte ich jetzt darauf, den anderen Text veröffentlichen zu können.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 28. April 2012 war eine entspannte Einkaufsrunde und ein Spaziergang am Abend in kühler Luft.
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.
120 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 409 words)


Huiih. Du gibst Dir wirklich immer Mühe. Bei mir wär der Beitrag wahrscheinlich nie erschienen….
Eine einfache Mail (ja, nach etwas Recherche) ist nicht viel Mühe.
Emil, du bist, glaube ich, der einzige Blogger, der solche Mühen auf sich nimmt! Ich weiß nicht, soll ich lachen oder weinen … Ich stolpere so oft über Unbedarftheit /Unverfrorenheit im Netz, was urheberrechtliche Belange angeht, dass ich schon aufgegeben habe, mich noch darüber aufzuregen. Da ich beruflich ständig mit Urheberrechten zu tun habe, ist das manchmal ganz schön schwierig. Jedenfalls, danke, dass du deinen zahlreichen Lesern ohne erhobenen Zeigefinger aufzeigst, dass es Rechte gibt, die beachtenswert sind. Ich grüße dich
Monika
Liebe Monika, ich bin bestimmt nicht der einzige, der sich solche Mühen macht. Aber ich schreibe drüber. 😉 (da war doch was: Tue Gutes und sprich darüber – oder so?)
Und weil ich selbst photographiere und für eine unberechtigte kommerzielle Nutzung – nein, nicht zahlen mußte, sondern: bezahlt wurde 😉 kenne ich durchaus auch die Preise.
Ich bin schon gespannt auf den Artikel.
Verwendest Du einen neuen Hintergrund?
Oh. Jetzt hab ich die Latte selbst wieder sehr hoch gelegt …
Wirklich viel Recherche, da könnte mancher Berufsjournalist bei Dir in die Lehre gehen!
Nein, nicht viel. Wirklich nicht. Da habe ich mir bei anderen Texten schon viel mehr Mühe geben müssen. Außerdem war ich neugierig, wer denn diese wunderbaren Bilder photographiert hat.
Vielleicht fehlt manchen Berufsjournalisten die durch Geldverdienenmüssen ersetzte Neugier?
Und das geht dann zu Lasten der Gründlichkeit – und auch dem interessierten Leser gehen so wichtige Informationen verloren.
Ich muss auch gerade etwas recherchieren, wegen Urheberrechten. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das in dem Fall sein muss (angemalte Stromverteilerkästen im Rahmen eine Antirechtsaktion).
Wenn Du diese Kästen fotografieren kannst von öffentlichem Grund aus (Straße), dann kannst Du (als eine Art Dokumentation) problemfrei ein Foto von dem im öffentlichen Raum sichtbaren „Kunstwerk“ machen und das dann auch veröffentlichen – es ist schließlich Dein Foto. So habe ich es gelernt. Die Ausnahme „Reichstagsverhüllung“ rührt unter anderem von dessen von Anfang an nur zeitweiligen Charakter (dieser war geplant und Bestandteil des Kunstwerks!) her.
Kennst Du schon http://www.rechtambild.de/ ?
Die Seite kannte ich noch nicht, Danke! Bin auch gleich schlauer geworden was Gruppenfotos betrifft. Das sprang mir nämlich sofort ins Auge.
Ja, find ich gut, wobei es wirklich nicht alle so genau nehmen. Ich bemühe mich ja auch, aber obs mir wirklich immer gelingt? Ich hoffe es mal.
(mal eine Frage: und wenn ich „nur“ einen Link (zum Foto, Thema, Artikel, Film, Person…) einstelle, ist das eigentlich erlaubt?)
LG und einen schönen Sonntag, Petra
Verlinkung ist das Grundelement des WWW. Das ist immer erlaubt (okay, auch da gibt es Grenzen: üble Nachrede u.ä.), sogar unter Nutzung von Zitaten aus Texten (die sollten nur nicht zu lang sein).
Links müssen sogar sein im Netz 😉 – stell Dir mal Suchmaschinenergebnisse vor, die nicht verlinkt sind 😉
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