Informationen aus der Zukunft
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Vorgeschichte und andere Information
Vor ein paar Tagen gelangte ich in den Besitz brisanter Unterlagen. Ein Reisebericht aus dem Jahr 2412 wurde mit quantenchromodynamisch organisierten Tensoraten des “EuCTQcnD” (European Council of Temporal research and Quantum Chrono Dynamics – am 29. Juni 1953 als CERN gegründet) ins Jetzt transportiert. Möglich macht das die erst 2347 von Cochrane nachgewiesene Symmetrie der Zeit bei Geschwindigkeiten über Warp 3 (Warp 1: c ≈ 300.000 km/s)
Was ist wirklich geschehen
Neben einem Reisebericht erhielt ich auch Wissen über dessen Autor. Der Abenteurer Lind Kernig verbirgt sich meist hinter dem Pseudonym Knildnegri. Geboren wird der unerschrockene Weltenbummler am 27. Juni 2383 in Bergen, North-Hemis. Innerhalb der ersten zehn Lebensjahre werden ihm, wie allgemein üblich, die wichtigsten zehn Orgatecs implantiert. Durch die besondere wirtschaftliche Stellung seines Manancestor (heute etwa: Vater) wird er Zugriff haben auf die als “streng geheim” und “suchtgefährdend” eingestuften antiken Restdatenbestände des legendären WWW im zentralen Museum von Lopabelin.
Im Alter von 23 Jahren wird Lind Kernig zum Contralegal, zum Rebellen, der sich ab sofort mit der “Erforschung” der Mythen und Legenden aus diesem WWW befaßt. Als neuer Erich von Däniken wird er mit primitiven, bodengebundenen Vehikeln durch North-Hemis, Eu-Hemis und später auf der Suche nach dem Tunguska-Meteor sogar durch Sib-Hemis vagabundieren. Er wird am 26. April 2412 die weltbekannte Aufnahme einer Brückenruine in der Nähe der Überreste von Ravenscar mit seinem CeyS (Capturing-Eye-Sensor) machen und sie im Amimputch (Amygdala-Implanted-Computing-Chip) auf zwei Dimensionen herunterrechnen lassen. Dieses Bild wird im ersten – und wie wir jetzt wissen – erfolgreichen Experiment retrotemporaler Benachrichtigung verwendet.
Der Bericht (Auszug)
Auf Irgendlinks Spuren nach Robin Hood’s Bay
26. April 2412. Diese unerträgliche Hitze! Seit Tagen hangele ich mich von Wasserstation zu Wasserstation, wobei mir jeder Tropfen lieb ist, mit dem ich den Nano-Motor meines solarbetriebenen Velos kühlen kann. Der hochdichte Überlebensanzug regeneriert jeden Tropfen Wasser, den ich ausscheide, und er schützt gegen die UV-Strahlen, so dass ich selbst ohne das teure Gut auskomme. Die alte A171, einst eine sehr stark befahrene Straße wurde nach dem “energetischen Kollaps” nur noch rudimentär gepflegt. Ein Schlagloch reiht sich ans andere. Bin ich froh, dass ich vor der Expedition Titanfelgen aufgezogen habe. Auch die kleine, handliche Laserwaffe ist mir ein treuer Begleiter geworden. Die Gegend ist nicht ungefährlich. Kaum vorzustellen, dass diese Todeszone einmal ein blühendes, wasserreiches Land gewesen ist, wie die Bloglegende Irgendlink berichtet. Seit tausend Meilen folge ich der Spur, die er vor 400 Jahren “Ums Meer” gelegt hat. Seine gut erhaltenen digitalen Dokumente hatten es mir im zentralen Museum von Lopabelin angetan, weshalb ich mich auf seine Spur gemacht habe.
Dort, wo für ihn die Nordsee toste, ist jetzt nur noch Salz. Regenwolken gibt es schon seit 200 jahren nicht mehr auf diesem Planeten. Wie sich das wohl angefühlt haben mag, mit purer Muskelkraft durch diese Gegend zu ackern? Irgendlink erzählt von einem alten Bahnstreckenradweg, über den er die einst blühende Stadt Scarborough verlassen hat, aber lest selbst …
Mit vorzüglichem Dank an Irgendlink.
Das Bild
Danksagung
Vielen Dank an Irgendlink und Sofasophia für die schnell gewährte Erlaubnis, Bild und Text hier weiterzuverwenden.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 29. April 2012 waren die selbstgemachten Kartoffelpuffer und die außerordentlich spaßige Lust am Erfinden.
© 2012 – Alle Rechte bei Irgendlink und Der Emil. KEIN cc!
121 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 580 words)



Tolle „Erfinderungen“ hab ich sehr gern gelesen…
LG, Petra
Danke fürs Lob. Ich bin auch ganz stolz darauf, daß es dem Irgendlink richtig gut gefällt!
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… und es riecht verdächtig nach fortsetzung 🙂
Ja, ich weiß. Ein Haufen Arbeit! Du hast ja die Mail sicher gelesen …
Allein die Überschrift: Lind Kernig…..eigentlich zwei schöne Adjektive und dazu rasten sofort meine Assoziationen los…was ist nicht wild kernig, sondern lind ….und so weiter…So gefällt mir das- und immer wieder die Verbindungen zu Jürgen und der kernigen Reise. Welche Sehnsüchte hat man auf einer solchen Reise wohl? Sehr konkrete wohl im wilden, kalten Regensturm zum Beispiel…..
Gruß von Sonja
Gut. Ich oute mich: Hab den Namen ja von einem Anagramm-Generator erzeugen lassen und dachte, daß Lind ein schöner „nördlicher“ Vorname sei. Kernig war mir sofort klar als Adjektiv; nur zu lind ging mir das Licht erst spät am Abend nach der Veröffentlichung auf.
Sehnsüchte, Bedürfnisse, Wünsche, Notwendigkeiten: Jürgen läßt uns teilhaben, uns Voyeure 😉
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