Mariä Lichtmeß (#034)

Wichtiger “Feiertag” für mich

To get a Google translation use this link.

Gestern, am 2. Februar, war Mariä Lichtmeß – was für eine seltsame Bezeichnung. Manche nennen den 40. Tag nach Weihnachten auch Mariä Reinigung (Purificatio Mariae), Einführung Jesu in den Tempel (Praesentatio Jesu in Templo) oder Darstellung des Herrn.

 

Lichtmess galt in der katholischen Kirche früher als Ende der Weihnachtszeit. Noch heute bleiben in vielen katholischen Kirchen und Häusern Krippe und Weihnachtsbaum bis zum 2. Februar stehen. Nach dem liturgischen Kalender endet die Weihnachtszeit im Kirchenjahr am Fest der Taufe des Herrn, dem Sonntag, der dem Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) am 6. Januar folgt. Im evangelischen Kirchenjahr wird Epiphanias zwar von vielen als der Abschluss der Weihnachtszeit angesehen, der liturgische Kalender sieht den Weihnachtsfestkreis aber erst mit dem letzten Sonntag nach Epiphanias als beendet an. In Sachsen und in einigen Regionen des Erzgebirges ist es nach wie vor üblich, den weihnachtlichen Schmuck der kirchlichen Räume bis zum 2. Februar zu lassen. In dieser Gegend wird oft auch mit sogenannten Lichtergottesdiensten das Ende der Weihnachtszeit begangen.

 

Zitiert aus Wikipedia. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.
 
 

Ich räume nach dem 2. Februar – also heute – mein Weihnachtszeug weg. Heute wird der Adventsstern auseinandergenommen und in seinen Karton verpackt. Die Schwibbogen kommen weg vom Fenster. Die «Raachermanneln un Raacherhaisle» werden in Seidenpapier eingewickelt. Sie landen mit der Pyramide, den Leuchtern und all der anderen Dekoration wieder in ihrer großen Kiste auf dem Kleiderschrank.

Auch diesmal hatte ich – leider, muß ich zugeben – wieder keinen Weihnachtsbaum. Aber wenn ich einen habe, dann wird der auch erst am 3. Februar abgeschmückt und entsorgt. Was, der verliert doch schon lang seine Nadeln? Nicht bei mir. Wenn, dann habe ich einen Baum, der frühestens am 22. Dezember in einer Baumschule abgeschnitten wurde. Und der hätte bis heute gehalten.

Weihnachten ist jetzt vorbei. In 303 Tagen, nein, am Montag nach Totensonntag, also in 298 Tagen wird alles wieder hervorgeholt und aufgebaut. Wer weiß, was bis dahin noch alles geschieht …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 2. Februar 2012 war der Kuß am Abend.

© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der creative common license für Deutschland 3.0
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung): CC by-nc-nd Website

034 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 392 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, One Post a Day, postaday2012 #oneaday abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

0 Kommentare zu Mariä Lichtmeß (#034)

  1. nextkabinett sagt:

    Schön. In meiner Kindheit wurden die Weihnachtssachen auch länger als Mitte Januar stehen gelassen, ob sich dies mit Maria Lichtmeß deckte, weiß ich aber nicht mehr.

  2. Gudrun sagt:

    Als gestern dazu ein Fernsehbericht kam und etwas über Bauernregeln erzählt wurde (gefällt mir gar nicht in diesem Jahr, ich werde sie umformulieren :D), habe ich an dich gedacht. Mir fiel wieder ein, dass du nun die Weihnachtsgegenstände wegpackst.
    Bei dir ist so einiges in Bewegung. Ich denke, es wird viel passieren bis zu dem Tag, wo du die Weihnachtskiste wieder auspackst. Ganz bestimmt.
    Gruß aus der Spinnstube

  3. sucherin sagt:

    Hier auf Teneriffa war der 2.2. gestern auch ein Feiertag. Gefeiert wurde Fiesta de la Virgin de Candelaria (http://www.kanarenexpress.com/1000003/1000024/0/35505/article_tf.html). Das scheint aber auf den ersten Blick nichts mit Maria L. zu tun zu haben, aber so genau weiß ich das nicht.

  4. minibares sagt:

    Früher hatten wir auch alles bis zum 2.2.
    War halt so üblich. Und Mariä Lichtmess oder die andren Bezeichnungen, nunja, es ist halt ein besonderer Tag.
    Ab Lichtmess werden ja auch die Tager wieder merklich länger.
    „Wer weiß, was bis dahin noch alles geschieht…“
    Wenn wir nur ein wenig Ahnung hätten. Aber es ist schon gut, dass wir nicht in die Zukunft blicken können. Warten wirs halt ab.

  5. Amelie sagt:

    Ich kenne Maria Lichtmeß nicht. Und bei uns wurde der Weihnachtsbaum um den 6. Januar herum abgeschmückt. So handhabe ich das auch heute noch.
    Aber ist es nicht schön bewußt zu bemerken, wie wir in unseren Wurzel geprägt wurden …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert