Poesiealbumslyrik (Nº 186 #oneaday)

Bertolt Brecht schrieb Liebesgedichte

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Viele davon kenne ich, habe ich gelesen. Und eines kennen viele.

Es soll Gerüchten zufolge in manchem Poesiealbum stehen, ohne daß der Verfasser bekannt ist:

 

Sieben Rosen hat der Strauch
Sechs gehörn dem Wind
Aber eine bleibt, daß auch
Ich noch eine find.
 
Sieben Male ruf ich Dich
Sechsmal bleibe fort
Doch beim siebten Mal, versprich
Komme auf mein Wort.
 

Bertolt Brecht: Liebesgedichte. Ausgewählt von Werner Hecht.
surhkamp taschenbuch 3795 (2005), S. 111; ISBN 3-518-45795-0.
 

Kürzlich las ich beim Grautier Brechts “Kinderhymne”. Vielleicht erinnern sich manche auch an dieses Gedicht von ihm …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 4. Juli 2011 (es war kurz nach Mitternacht, oder gegen Zwei?) war eine sichere Zusage. Dafür danke ich. Ach: Die ersten Mirabellen sind reif und köstlich …

186 / 365 – One post a day (WP-count: 138 words)

Über Der Emil

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0 Kommentare zu Poesiealbumslyrik (Nº 186 #oneaday)

  1. gisi sagt:

    das ist so mein ding, lieber emil,
    liebe, herz und schmerz….danke dafür,
    obwohl ich alles immer schön finde von dir und lese!

  2. Follygirl sagt:

    Kannte ich noch gar nicht… aber SCHÖÖÖN!
    Liebe Grüße, Petra

  3. puzzle sagt:

    Ist das ein Liebesgedicht? Ich wollte es nicht geschrieben bekommen.

    • der_emil sagt:

      Oh. Warum nicht?

      • puzzle sagt:

        Nach meinem Empfinden ist es nur auf den ersten Blick freiheitgewährend, aber auf den zweiten ultimativ, und dagegen hege ich eine ausgesprochene Aversion.

        • der_emil sagt:

          Hm. Ja, so kann es auch gesehen werden. Aber so hab ich es eben nie gesehen bisher …

          Ich lese von einer Vereinbarung, die da zwischen Menschen geschlossen wird.

          • puzzle sagt:

            Ganz recht – das ist es. Ebensogut könnte jemand einen Ehevertrag unter Liebesprosa veröffentlichen, aber das ist natürlich nur meine eigensinnige Interpretation.
            Es gibt genug Menschen, die es als Ausdruck von Begehren, Sehnsucht, und Großmut auslegen. Das kolportierte Brecht’sche Verhältnis zu Frauen spricht allerdings dagegen.

  4. colorsigns sagt:

    sieben Rosen von B. Brecht wie wunderschön danke Dir !

  5. Eva sagt:

    Naja, seine Sonette sind schon sehr direkt, würde ich ja nicht gerade im Poesiealben lesen wollen. 😉
    Übrigens: schreibt er sich nicht „Bertolt“ oder irre ich mich da?
    … Eva

  6. Vielleicht hat Brecht keinen anderen Reim auf „fort“ gefunden? Aber aufs Wort kommen, hätte ich nur bei meinem Hund gerne! Ich frage mich immer wieder, was die Anziehungskraft dieses Dichters auf Frauen ausmachte, dass sie sich so unterwürfig verhalten haben.

  7. Gudrun sagt:

    Also mir gefällt’s, auch wenn vielleicht gerade jetzt was anderes angesagter ist.
    Hat mich deshalb vor Kurzem der Beamte auf einem wesentlichen Amt gefragt: „Ach, Sie (Betonung!) lesen Hermann Hesse?“

    Liebe Grüße

  8. also, mir gefällts.

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