(M)Eine Metaphernwelt
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Hier habe ich ein Bild von meiner Welt und meinem Leben.
Nebel.
Etwas, in dem ich verschwinde. Unsichtbar werden. Nicht greifbar. Damit ich keine Verantwortung übernehmen muß – nicht für mich und nicht für das, was geschieht. Ja, es war bequem, so unsichtbar zu leben. Und es hatte Folgen. Gute, und viel mehr weniger gute, und sogar ausgesprochen miese Folgen.
Manchmal bin ich mit geschlossenen Augen durch den Nebel gelaufen. Ich kannte ja den Weg und konnte nicht irren, schließlich war es am Ziel ebenso grau wie überall anders. Meistens waren dann in meinem Nebel doch neue Bäume gewachsen, an denen ich mir den Kopf einstieß. Oder jemand (ich, wer sonst?) hatte auf den Wegen neue Löcher gegraben, in die ich hineinfiel und in denen ich mir mehr als einmal fast das Genick brach.
Das Licht, welches ich am Ende des Tunnels jetzt sehe, ist nicht das des entgegenkommenden Zuges. Nein. Es sind die Scheinwerfer des von mir gerufenen Rettungstrupps. Die sind in meiner unwegsamen Nebelwelt mit dem Geländewagen unterwegs. Der Rettungstrupp und ich, wir stehen da draußen im Nebel vor meinem Tunnel und suchen nach mir.
Mir fällt gerade auf, daß irgendjemand bereits die Straßenlaternen angeschaltet und mir eine Straße gebaut hat. Ich gehe jetzt mal auf die bestellten Retter zu.
Nun drücke ich mir für die Zukunft die Daumen, auf daß ich nicht wieder vom Weg abkomme und meine Augen offenhalte.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 17. November 2011 war mein Mut, meinen Wunsch auszusprechen, mein Mut, ein Geständnis zu machen und ein wundervolles Gespräch.
© 2008 – Der Emil. Dieser Text steht unter einer creative common license für Deutschland 3.0
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So unsichtbar bist Du schon eine ganze Weile nicht mehr: #oneaday. Wir sehen Dich! Mutiges Geständnis. Erfreuliche Erkenntnisse.
Ja, Text von 2008 eben. Und wenn ich ehrlich bin, so habe ich mich entweder erst 2010 oder gar erst 2011 auf den Weg zum Jeep gemacht …
Lieber Emil, dieser Blog gefällt mir nicht nur. ich liebe ihn. wie soll ich es anders sagen. deine gedanken, das bild dazu. ich ziehe meine hut und wünsche dir einen schönen tag. deine steff
Lieber emil, das ist aber eine schöne Sichtweise!!!
Hier beame ich dir noch mein GPS, damit findest du dich nicht nur im Nebel zurecht, sondern auch, wenn derade mal die Lichter für einen Moment ganz aus sind.
Ich denke, man muß manchmal im Nebel herumirren, damit man hinterher umso klarer sieht 🙂
Alles Liebe
SK
Das hört sich doch recht gut an – so als wenn Du auf dem richtigen Weg bist.
Der Nebel verschluckt Geräusche, macht vieles unsichtbar, das ist wohl wahr. Trotzdem kann man dich sehen, zumindesten aus einer bestimmten Entfernung. Und wenn da plötzlich Bäume waren, kanntest du den Weg DOCH nicht so gut 😉
Das Foto ist große Klasse, das ist großartig. Lass dir helfen, so ist es richtig.
Du beschreibst das so plastisch – auch wenn es die Zeit von 2008 meint – dass man die volle Undurchsichtigkeit des „Nebels“ meint, erahnen zu können.
Hallo Emil,
ich danke dir für die Beschreibung des – sagen wir mal – Zustandes.
Eine mir ganz nahestehende Person lief vor Jahren auch hilflos durch den Nebel. Manchmal konnte sie gar nicht glauben, dass sie selbst noch da ist. Und dann tat sie sich weh, nur um etwas zu spüren. Ich wusste nicht, was mit ihr ist, habe gekämpft, so vieles falsch gemacht und in der Klinik keine Antworten erhalten. Gar keine.
Heute lebt „die Person“ ganz gut. Sie sieht schon beizeiten, wenn Nebelschwaden gezogen kommen. Ein und für allemal weg sind sie nie. Aber sie kennt ihre inzwischen ihre ganz speziellen Wegweiser. Manchmal kommt sie auch auf mich zu.
wenn du keine lichter sehen solltest spitz die ohren. oft ist es das nebelhorn, das den weg weist. hör gut hin!
liebe grüße und ein nebelarmes wochenende wünscht
elvira
Hach, manchmal ging es mir fast ebenso….kannste nur noch untern Tisch kriechen….
Aber DICH habe ich gesehen, du hast mich besucht! Pfotewink!
Von TinaFrau soll ich dir sagen, dass sie dein Foto toll findet!
Hallo Emil,
ich drücke dir auch die Daumen, ganz fest.
Hups. ich lese das erst jetzt, da ich mal ein Mailfach aufräume..
– – gelungene Metapher, das auf jeden. Werde mir das Bild merken. Wobei.. : apropos Mailfach (du siehst ja beim Freischalten meine Adresse) – Ha, wie passend !
– „Kein Baum sieht den anderen“, gelle ?
oder: sah. Denn ist ja Präteritum bei dir und deinen Lesern. Jedenfalls meistens.