Es passierte heute tatsächlich kaum etwas; und ich bin's zufrieden.
Im Traum suchte ich immer wieder nach meinem Dritthandy und fand es an den unmöglichsten Stellen wieder. Dann mußte ich mit einem Oberstleutnant (einer, den ich kannte) verschiedene Apps installieren und testen. Ständig störte mein Vater die wichtige Arbeit mit irgendwelchem Schnickschnack, der für ihn wichtig war. Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich weder ihm richtig helfen noch den Auftrag vernünftig abschließen konnte.
Mit diesem Gefühl von schlechtem Gewissen wurde ich wach. Nach und nach verging es, war ganz weg, als ich mich an den zweiten Rechner setzte, den ich zum Scannen nutze. In zwei Stunden schaffte ich nur 48 zweiseitige Zettel (für einen Scan brauchte ich also knapp anderthalb Minuten). Hm, ob ich mal versuche, die Scan-App im Telefon zu nutzen (FairScan)? Davor schaue ich mir mal die erzielten Auflösungen und die Dateiformate an (ich bevorzuge unkomprimierte TIF), aber nicht mehr heute und auch nicht morgen.
Dann mußte ich doch nochmal einkaufen, weil das Brot schimmlig war und ich unbedingt süß-saure Soße haben wollte und Wattestäbchen. Danach packte ich meine Kamera ein und machte mich auf den Weg in die Stadt. Abermals fand ich in zwei Stunden nichts, das ich wirklich ablichten wollte. Vielleicht war ich mit meinem Kopf auch zu wenig beteiligt an allem, was außen stattfand: Ich träumte vor mich hin, einfach so. Schlenderte ziellos vom Rannischen Platz über den Steg zum Hallmarkt (ich weiß, daß es an diesem Weg mit Sicherheit Fotomotive gibt, ich weiß es – aber ich sah heute kein einziges davon). Am Marktplatz packte ich sechs Bücher in das Öffentliche Bücherregal, saß noch eine Weile da und beobachtete Menschen, Hunde und Tauben. Und den Dudelsackspieler, der nicht zu überhören war.
Mittlerweile habe ich mich an meine Heißluftfritteuse gewöhnt. Dennoch werd ich noch eine ganze Weile damit herumprobieren müssen. Backofenpommes werden besser als normale, Putenbrust gelingt auch recht einfach. Den Lachs mußte ich noch etwas nachgaren. Heute war es Backfisch, und der gelang auf Anhieb. Morgen mach ich mir dann Hühnchennuggets (dafür die süß-saure Soße). Nach dem Abendessen schrieb ich diesen Text hier; und aus heute morgen notierten Stichworten formte ich ein paar Sätze, die noch keine komplette Geschichte wurden.
Alltagserleben an einem Sonnabend. Unspektakulär. Und ich bin zufrieden mit mir, auch wenn es nicht zu einem einzigen Foto kam.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
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