Feuerwehr vorm Haus

Fast ein Live-Bericht vom 24.08.2009

Kurz nach ein Uhr wurde ich wach – es roch nach angebranntem Speck und Sauerkraut. Der Geruch kam von draußen.

Ich sah aus dem Fenster – hier im neunten Stock – und sah nichts Verdächtiges; aber der Geruch blieb.

Kurz vor halb zwei stand ein Polizeiwagen vorm Haus, daneben eine aufgeregt gestikulierende Frau. Der Geruch wurde stärker.

Ein paar Minuten danach rückten – zwar mit Blaulicht, aber ohne Sirenensignal – Drehleiter, Einsatzleiterfahrzeug, Truppenlöschfahrzeug und Extra-Funkwagen der Feuerwehr an. Naja – ich schnappte das Wichtigste, meinen Rucksack, war inzwischen angezogen und ging die Treppen runter. Vorsichtshalber. Im Haus traf ich Polizisten, die mich beruhigten, aber ich war so aufgeregt, daß ich für ein paar Minuten nach draußen gehen mußte …

Ich erreichte meine Haustür etwa zeitgleich mit den Männern von Notarzt- und Rettungstransportwagen, die inzwischen auch vorm Haus standen.

Und während ich mit einer Bekannten telefonierte, hörte ich, weshalb eine solche Aufregung ins Haus kam.

Im sechsten Stock stand der Braten auf dem Herd, und die Hausfrau schlief etwas zu weinselig tief und fest. Der Qualm zog nach oben und Mitbewohner der darüberliegenden Etage hatten die Polizei gerufen. Diese prüfte die Lage und beorderte dann die Rettungskräfte herbei.

Resultate: viele aufgeregte Menschen, ein weinendes Kind (aus dem 7. Stock), bisher (wahrscheinlich auch überhaupt) keine Verletzten, etwas mehr als 20 Leute im Einsatz, ein verkohlter Braten.

Und ein neuer Blog.

Und meine Überlegung: Was ist mir in Zukunft so wichtig, daß ich es unbedingt mitnehmen will?

Und ja, ich danke den unbekannten Helfern für ihren schnellen Einsatz (der glücklicherweise sehr glimpflich verlief) und ihre Arbeit, die sie Tag für Tag leisten – egal, ob sie Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Notärzte, Polizisten oder einfach nur aufmerksame Nachbarn oder sonstwas sind.

Über Der Emil

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