164–2024: Geplant

Körper und Geist im Widerstreit.

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Immer wieder plane/plante ich dies, das oder jenes für mich. Und dann hilft/half der schönste, detaillierteste Plan nicht, weil irgendetwas in mir dem Plan gerade nicht folgen, ihn nicht umsetzen kann/konnte. Dann verbringe ich die zwei Stunden, die ich extra früher als notwendig aufstehe, im Bad, und die darauffolgenden zwei Stunden auch noch. Mir ist unwohl, es geht mir manchmal im wahrsten Sinne des Wortes Sch…lecht. Das Problem ist nicht neu, mit dem beschäftige ich mich seit … seit etwa 25 Jahren. Erst ließ ich bestimmte Speisen weg, weil ich befürchtete, sie nicht zu vertragen. Dann hab' ich es mit einem ganzen Fastentag vorher versucht. Autogenes Training und Selbstsuggestion hab' ich ausprobiert. Einen Plan trotz des flauen Gefühls in Magen und Darm umzusetzen gelang mir nur sehr selten. So sind Verreisen und Tagesausflüge selten geworden bei mir, über viele Jahre sehr selten gewesen.

Es hat sich unter anderem mit meiner Teilnahme an den Mittelaltermärkten etwas gebessert. Etwas. Weil ich zu diesen Wochenenden ziemlich viel Ausrüstung und Utensilien mitnehme und mit dem Fliewatüt flexibler unterwegs bin als mit dem sonst von mir genutzten Nahverkehr. Ich kann wohl wieder lernen, daß ein Ausflug, eine Reise nicht zu einem Mißgeschick oder einer Katastrophe führt. Ich muß das nur meinem Kopf wieder beibringen.

Nun habe ich also wieder einen, nein, mehrere Ausflüge geplant, besser: einige Ziele notiert. Solche, die mich in andere Orte führen. Andere, die eine Art Wandertag werden können. All das soll mehr werden als die zwei Stunden, die ich mich an vier oder fünf Tagen der Woche hier in der Stadt draußen herumtreiben lasse. Vielleicht habe ich mir den Plüschigel #Winkfried gekauft, um einen Reisevorwand zu haben? Vielleicht. Noch aber bin ich … Nun, noch finde ich es mindestens seltsam, daß ein alter Mann Spielzeug durch die Gegend trägt und an verschiedenen Plätzen fotografiert und dabei ernsthaft tut oder Spaß hat. Ja, die Erziehung und die herrschende Meinung wirken.

Vielleicht schaff' ich es in meinem Leben doch noch auf den Brocken oder nach HH-Ohlsdorf …

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Heute stellte ich weitere acht Bücher in einen Öffentlichen Bücherschrank #publiclibrary.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 12. Juni 2024 mit einem Mittagsschlaf, mit dem leeren Bücher­karton, mit dem halben Broiler zum Abendessen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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3 Kommentare zu 164–2024: Geplant

  1. Gerhard sagt:

    auf dem brocken war ich einst, aber keine Erinnerung!

  2. Nati sagt:

    Alles Liebe und Gute zu deinem Ehrentag Emil. 💐

  3. Elvira sagt:

    Oh, ja, diese Kopf-Darm-Verbindung ist bei mir auch gestört. Ich habe immer mehrere 50Cent-Münzen für den Fall der Fälle dabei. Wenn möglich, versuche ich alle Termine auf den späten Vormittag und später zu legen, da haben dann die meisten Lokale geöffnet. Ich kenne aber auch Menschen, die niemals eine öffentliche Toilette benutzen würden, mir bleibt meistens nichts anderes übrig. Im Laufe der beiden letzten Jahre hat sich das etwas gebessert, aber latent ist dieses Problem immer vorhanden. Früher, als ich noch berufstätig war, habe ich innerlich immer etwas lächeln müssen, wenn mich, meistens waren es Frauen, Patienten um späte Termine baten, genau aus diesen Gründen.

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