Die Leserin ist reichlich irritiert.
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Da liest jemand einen Satz. In einem Buch. Die Muttersprache von Leserin und Schriftstellerin ist Deutsch – der Einfachheit halber sei die Annahme gestattet, daß beide aus ein und demselben »Sprachbereich« kommen: Hessisches Hochdeutsch. Und dann kommt da in dem Buch ein Satz vor, der zu sehr gründlichem Nachschlagen Deutscher Grammatik führt und zu keiner Klärung der Frage, die sich der Leserin stellte: Gibt es vom Konjunktiv eine Vergangenheitsform, die ohne Hilfsverb und/oder Substantivierung auskommt? Oder hat dieses Verb zwei gleichwertige Konjunktivformen, von denen eine dem Präteritum gleich ist?
Der Satz ist zu finden in Katharina Hacker: Die Habenichtse. S. 124 (Suhrkamp 2006, ISBN 3-518-41739-8) und lautet: »Morgens weckte ihn der Lärm eines Flugzeuges, das klang, als kratzte es mühsam eine Kerbe in den Himmel.«
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 06.01.2021 waren positiv ein notwendiger Mittagsschlaf (diesmal schon um 13 Uhr), die Gewißheit (daß es richtig war, nicht hinzufahren), die Leere im Geist.
Die Tageskarte für morgen ist XVII – Der Stern.
© 2021 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich muss gestehen: Das ist mir zu kompliziert. 😂
Kratzen kennt die Möglichkeitsform, den Konjunktiv „es kratze“. Umgangssprachlich ist wohl auch „es kratzte“ in konjunktivischen Gebrauch (siehe: Es ginge/gehe/gänge). Oder ist „es kratzte“ eine Vergangenheitsform des Konjunktives?
(Ey, das macht „der Leserin“ – vulgo mir – echtes Kopfzerbrechen.)
😂 Mir schwirrte das Hirn, wenn ich diesen Gedanken verfolgte……🤓
Ich nutze diese zweideutigen Formen sehr gerne, als wollte ich andere damit verwirren.
Nun: Aber gibt es denn Vergangenheitsformen des Konjunktives, die ohne Substantivierung und/oder Hilfsverb gebildet werden können?