Ein kurzer Besuch, der wiederholt werden wird.
To get a Google translation use this link.
Die Öffnungszeiten sind so gar nichts für mich: von 9 Uhr bis 12 Uhr. Gut, zur Zeit schlafe ich sowieso viel zu wenig in der Nacht, meist nur von zwei oder drei bis sieben oder acht. Und das mache ich regelmäßig mit einem Nachmittagsschlaf wett. Doch so früh am Tag bin ich üblicherweise nicht unterwegs.
Heute aber, heute aber hatte ich es endlich geschafft. Da ich das Katzentier der allerallerallerbesten Freundin nicht mehr betreuen kann (er lebt, es geht ihm gut), suchte ich nach Ersatz. Und einiges an Katzenfutter war da auch noch, das abgegeben werden konnte. Mit dem Futter im Rucksack war ich dort, wo hier in der Stadt Katzen mit weniger glücklichem Schicksal eine Zuflucht, Aufnahme, Betreuung und Pflege finden. Dort gibt es ganz unterschiedliche Tiere. Kranke und gesunde, scheue, ganz scheue, vorsichtige Kater und Katzen und auch Kampfkuschler, fordernde kraulbedürftige Schnurrmaschinen. Also Tiere, die direkt süchtig sind nach Kontakt mit Menschen, die sie endlich zuendezustreicheln versuchen. Ach, das tat gut. Das tat richtig gut. Trotz ständiger Händedesinfektion, Überschuhen, trotz Geruch (je nun, drei Katzen in einem Zimmer), trotz meiner Schwierigkeiten mit dem Bücken und Runterkommen. Katzenkraulen, so lange ich es wollte und brauchte. Und die Kampfkuschler schnurrten in Lautstärken, sage ich euch! Oh, herrlich, herrlich entspannend, dieses Geräusch: Rhrrhrrhrrhrrhrrhrrhrrhrrhrrrrhhrrrrrhhrrrh.
Als ich nach etwa 45 Minuten vorerst genug hatte und mich von den Ehrenamtlern und den Tieren dort verabschiedete, merkte ich erst, wie heftig ich sowas vermisse. Da waren ja nicht nur das gute Dutzend Katzentiere, da war ja auch noch ein großer Hund (vielleicht ein Labrador), der sich ebenfalls über Krauleinheiten freute. Tatsächlich sind Katzenkrauler als Gäste meist gern gesehen, wie mir heute gesagt wurde; eine andere Art der Mitarbeit dort kann ich mir zur Zeit nicht vorstellen. Mal sehen, wie oft und wann ich mit welchen Vorlaufzeiten dort auftanken kann. Hingehen möchte ich wieder, ein- oder zweimal im Monat vielleicht.
Auch andere Nähe wäre sicher sehr hilfreich, menschliche. Zu den Katzen komme ich schneller und öfter, befürchte ich. Naja. Wenn ich wieder hingehe, bringe ich Fotos mit von den Schnurris. Versprochen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 21.02.2019 waren positiv ganz viele schnurrende Katzentiere, scheue Katzentiere und Katzentiere, die ihre Angst überwanden.
Die Tageskarte für morgen ist VII – Der Wagen.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Gute Sache!!!
Jaaaaa..
Einmal, in einem Klinikflur, saß ich laaaange am Boden, schweigend, und kraulte den Therapiehund. Ich „weiß“ welches Gefühl wir meinen…
Die Wärme des Körpers und die Flauschigkeit des Fells tun so gut, wenn man grade innen selber nicht so warm und flauschig ist.
Wie schön, dass du als Streichelgast willkommen bist – nimm es nicht als Aufgabe, sondern als Geschenk.
Herzliche Grüße, Anna
Da hast du den Schnurrern richtig gut getan und sie dir. Ist doch klar, dass du das wiederholen musst. 🙂
Da hast du etwas Gutes getan, nicht nur für die Katzen, auch für dich.
Tieren ist es egal, ob man dick oder dünn ist, was man auf dem Bankkonto hat oder ob man einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgeht. Sie beobachten zuerst aus sicherer Distanz und haben dann ein unsagbares Urvertrauen, wenn man die Prüfung überstanden hat. Dann lassen sie Nähe zu, akzeptieren einen und geben an Liebe zurück, was man ihnen gegeben hat.
Weißt du, Emil, mir hat es mal das Leben gerettet, als mich Schafe „in ihre Herde aufgenommen“ hatten. Daher kommt meine besondere Liebe zu gerade diesen Tieren.
Geh da ruhig ab und an mal hin. Ich denke, ihr tut euch gut.
Schafe wären auch was für mich oder Ziegen …
Schnurrende Katzen haben etwas Magisches. Und auch ich denke, dein Besuch im Tierheim war gut für euch alle.
Ich schaffe es im Moment auch nicht, regelmäßig im TH zu helfen. Aber ab und an einen Kuchen zu den Festen spenden oder beim Aufbau helfen, das geht. Du wirst dort immer willkommen sein, wenn dir danach ist.