Auskotzen. Ohne Kommentar.
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Ich bin so satt von Haß und Mißgunst und all der schlechten Neuigkeiten müd'; Mitfreuen und Gönnen fehlen so oft, wurden mit der Angst überladen, daß alles, was andere haben, “mir” weggenommen werden muß und wird.
Oh nein: Ich plädiere hier nicht für “Friede – Freude – Eierkuchen”, aber für einen weniger haßerfüllten Umgang miteinander, überhaupt miteinander und nicht mehr gegeneinander.
Übrigens bemerke ich immer deutlicher, daß auch die guten Dinge auf eine Art und Weise verbreitet, propagiert, gepusht, unterstützt werden, die … Auf Deutsch gesagt: Es wird immer öfter versucht, Gutes und Vernünftiges auf beschissene Art und Weise zu befördern. Immer öfter scheint zu gelten: Wer nicht bedingungslos und zweifelsfrei für Diesundjenesoderuns ist, der ist der Todfeind von Diesundjenesoderuns. Der ist trash. Der muß ausradiert werden. Der. Der. Und immer wieder: Der.
Ich weiß, ich könnte (neudenglisch) “digital detox” betreiben, mich für Tage, Wochen, Monate von diesem Internet fernhalten, in welchem ich mit all den unschönen und unguten Dingen überhäuft werde. Klar. Und stattdessen? Lesen. Ja. Mit Menschen treffen. Auch. Und wenn das aus Gründen nicht möglich ist … Noch überwiegen bei mir die positiven Effekte, die der Internetzugang bietet. Noch kann ich “Tonne auf – Müll rein – Tonne zu” auch und gerade im Internet recht einfach erledigen. Und doch: siehe die ersten drei Absätze. Über Diesundjenesoderuns.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
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P.S.: Am 20.02.2019 waren positiv: ein noch nie gesehenes Buch von Klaus Frühauf (Die Bäume von Eden. Utopischer Roman. DDR 1983) zu lesen begonnen, Frust abgebaut durch Schreddern, alten Film angesehen.
Die Tageskarte für morgen ist das As der Kelche.
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