Aber erst, wenn ein Fundament vorhanden ist.
Na, wer hat in seinem Leben bereits eine Mauer errichtet? Egal welcher Art. Einfach so geht das ja nicht, es braucht eine Gründung, ein Fundament, selbst eine Trockenmauer benötigt einen entsprechenden, passenden Unterbau. Natürlich kann das auch mal blankes Gestein wie Fels oder ähnliches sein. Doch das ist wohl eher selten. Und im übertragenen Sinne wahrscheinlich beinahe unmöglich. Ehe der Mauerbau also wirklich beginnen kann, braucht es Vorarbeit. Oft muß ausgeschachtet werden für ein Fundament. Viele werden dann eine Schalung einsetzen, in die ein Betonfundament kommen soll und kommt. In dem werden Steine oder gar Armiereisen verarbeitet; ich schuftete sogar schon an einem Fundament mit, in dem senkrecht stehende Stücke von Eisenbahnschienen sich noch heute verbergen. Ob der Beton erdfeucht gestampft oder „nur” gegossen wird, hängt auch vom Zweck, von der notwendigen Stabilität ab, die erreicht werden muß. Und all das ist selbstverständlich auf die zu errichtende Mauer abzustimmen.
Aber wenn das Fundament eingebracht ist, kann noch immer nicht losgemauert werden. Denn das Fundament muß trocknen, aushärten – und das bloß nicht zu schnell, also ohne Rißbildung. Nach ein paar Tagen, nach zwei Wochen oder auch zwei Monaten erst darf ausgeschalt werden. Und dann folgt vielleicht nochmal eine Trocknungsphase, ehe die um das Fundament herum noch immer offenstehende Grube verfüllt wird. Ihr merkt es: Da ist schon eine ganze Menge Zeit vergangen, und es wurde noch kein einziger Stein vermauert. Auch Trockenmauern aus Natursteinen brauchen einige Vorbereitungsarbeiten, andere, ja, aber ohne richtige Vorarbeit geht da auch nichts.
Irgendwann dann ist es soweit: Das Fundament ist fertig, der erste Stein könnte gesetzt werden. Nur wo genau? Da hinten links oder hier rechts? Und dann Schicht für Schicht, einmal die komplette Mauerlänge? Oder anders? Was würde ein echter Maurer machen, wenn er alleine wär? Wie würden mehrere Maurer gemeinsam daran arbeiten? Muß es nach Richtschnur und Wasserwaage gehen oder klappt es auch ohne? Doch zuerst: Wohin mit Stein 1?
Das fiel mir heute ein, als temporäre Straßenbauelemente der Baustelle vorm Haus lautstark wieder abgerissen (zurückgebaut) wurden.
Erinnerung des Tages:
Ich hatte heute mehrere schöne davon, denn ich sortierte einmal mehr meine Füllfederhalter (auch aus meiner Schulzeit stammende).
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 29.10.2026 Zeit in der Badewanne in heißem Wasser, funktionierende (außer einem) Füller, Wiener Würstchen satt.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

