063.2026: Unbegreiflich

Es betrifft mich nicht, ich denke trotzdem drüber nach.

 

Kurz nach dem Aufstehen daran gedacht: Heute ist Frauentag. Der war wichtig in meinem Heimatland – vom Muttertag wußte kaum jemand etwas. (Oder hatte der ein Nazi-Geschmäckle und wurde deswegen „vergessen”?) Der Frauentag war so wichtig wie der Lehrertag, der 1. Mai und der 7. Oktober. Na, das liegt mittlerweile Jahrzehnte zurück. Aber das, was wir Kinder gelernt haben zu diesem Tag, das haben nur wenige von uns vergessen, nicht wahr?

Daß einmal wieder für ganz normale Rechte der Frauen gekämpft werden muß (ich weiß, ich wollte mich für sieben Wochen solcher Vokabeln enthalten), war für mich unvorstellbar, ist mir unbegreiflich. Vor allem: Jetzt wird für die oft längst überfällige Umsetzung geltenden Rechts gestritten, was einfach absurd ist – und zwar in allen Lebensbereichen und Rechtsgebieten (UN-BRK, SGB II, Mietrecht usw.).

Kopfschüttelnd trank ich meinen Kaffee und dachte daran, daß auch dort damals nicht alles gut und richtig war; aber wenn ich mit Frauen rede, die das erlebten, dann gefiel ihnen einiges am Recht besser als heute.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2026, Erlebtes, Gedachtes abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

2 Kommentare zu 063.2026: Unbegreiflich

  1. Ulli sagt:

    Ich habe es so wahrgenommen, dass ihr in Bezug auf Gleichstellung in der Arbeitswelt um einiges weiter ward als wir.
    Der Rückwärtsgang ist erschreckend, sowie die Zunahme der Mysogynie auch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert