134.2026: Gedankenblitz

Manchmal denke ich über die Bedeutung meiner Worte später nach.

 

 

Stell Dir vor: Du bist frei vom Zwang, jemandem die Schuld geben zu müssen …

Zuerst veröffentlicht im #Fediverse (nicht bei Mastodo!) am 16.06.2026.

 

 

Das war so ein Gedankenblitz, der mir durchs Denkicht schoß. Doch doch, ich kenne es, diesem Zwang nicht zu unterliegen, diesem Drang mich nicht entgegenstellen zu müssen. Da ist allerdings keine Schicksalsergebenheit, wirklich nicht. Nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus dachte ich, die Weitergebe dieser Idee sei eine gute Idee.

Niemandem die Schuld geben zu müssen, nichteinmal mir selber … Ist das „radikale Akzeptanz”? Gleichgültigkeit? Gar Abstumpfung? Oder einfach nur klare Sicht auf die Realität … Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, daß die Freiheit von diesem Zwang, jemandem die Schuld geben zu müssen, befreiend ist, sehr befreiend. Deshalb übe ich mich darin, genau diese Freiheit nicht wieder zu verlieren.

Das alles heißt nicht, daß ich Kausalitäten nicht erkenne und/oder nicht akzeptiere. Nur: Das ist etwas ganz anderes als jede Schuldzuweisung. Oder?

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2026, Gedachtes abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

4 Kommentare zu 134.2026: Gedankenblitz

  1. Vielleicht ist das etwas Gutes. Ich werde es ausprobieren.

  2. Flusskiesel sagt:

    Es gibt einen Unterschied zwischen „Schuld“ und „Verantwortlichkeit“.
    Frei von Schuldzuweisungen an sein ist tatsächlich Freiheit.

    Das bedeutet aber im Gegenzug nicht, dass man nicht verantwortlich ist.

    • Der Emil sagt:

      Es ist schon Freiheit, diesem (leider oft imaginierten) Zwang zur Schuldzuweisung nicht mehr zu unterliegen.

      Verantwortung und Verantwortlichkeit sind nicht, in keinster Weise, der Schuld ähnlich.

      • Flusskiesel sagt:

        > Niemandem die Schuld geben zu müssen, nichteinmal mir selber … Ist das „radikale Akzeptanz”? Gleichgültigkeit? Gar Abstumpfung? Oder einfach nur klare Sicht auf die Realität …

        Ich bezog mich darauf. Sich vom Zwang zu befreien, jemandem die „Schuld“ für etwas zu geben, ist einfach nur eine Befreiung. Gleichgültigkeit wäre es, wenn man niemanden mehr für etwas verantwortlich hält. Das ist der Unterschied.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert