2025 – 065: Präparieren

Es läuft die Vorbereitung auf die neue Nutzungsperiode (VNP).

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Das stammt tatsächlich aus dem NVA-Jargon: VNP. Immer im April/Oktober wurden u. a. alle Fahrzeuge einer erweiterten Durchsicht unterzogen, oft wurde auch zusätz­lich neue Farbe aufgetragen, wenn der Dreck nicht abzubekommen war. Nun, ich bin nicht mehr Angehöriger irgendeiner Armee (obwohl: mein Dienstgrad Leutnant der Reserve wurde mir bisher nicht aberkannt). Aber diese Vorbereitung auf eine neue Nutzungsperiode, auf die Marktsaison hat nun wirklich begonnen.

Heute packte ich die große Tasche mit den Textilien: beide Kutten, Pullover, Socken, Hose und alle andere Wechselwäsche, Decke, Handtücher usw. Ach, die Pantoletten müssen noch hinein und ein Kleiderbügel. Das Alles für normalerweise zwei Nächte (es wird längere Wochenenden geben). In einer zweiten großen Tasche findet sich ein riesiges Moltonstück, daß als Zwischenwand im Zelt meinen privaten Bereich vor Einblicken schützt. Dazu ein anderes großes Tuch, zwei Schaffelle, eine Regenjacke und ein paar Seile und Klammern. Die Lebenskiste ist schon im Februar überprüft worden. In die muß noch Essen und Trinken eingeräumt werden; Ofen, Spiritus, Topf, Schüssel, Tasse, Küchenrolle, Klopapier, Krug, Becher und Laterne sowie diverse andere Nützlichkeiten sind schon drin. Ah, Kerzen brauch ich noch.

Damit ist ein Teil der Vorbereitungen abgeschlossen. Es bleibt nur noch die große Werkzeugkiste mit den Dingen, die ich zum Schreiben brauche und zu Illustration nutze. Ja, da sind dann auch noch der Klingelkorb dabei und meine Glocke und diverser anderer Kram, mit dem ich die Menschen unterhalten möchte und kann. Aber dafür habe ich noch etwa eine Woche Zeit. Und die letzten Kleinigkeiten landen ja sowieso in meinem Rucksack, das sind dann all die Dinge, die ich sowohl imnormalen Leben als auch auf dem Markt benötige.

Übermorgen muß ich übrigens Zelt und „Mobiliar” ins Fliewatüüt räumen. Ich kann nur hoffen, daß im verlagerten Lager sich alles Notwendige finden läßt (ich bin nicht der Lagerverwalter) und ich nichts vergesse oder übersehe.

Ich freue mich darauf, als Marktmönch Bruder Emil – ich bin Kaplan, Scriptor und Beichtvater der Ritterschaft der Burg zu Bornstedt e.V. – bald wieder ein Lächeln oder Lachen in die Gesichter wildfremder Menschen zu zaubern und viele wiederzusehen, die mir zu Freunden wurden. Gut präpariert, gut darauf vorbereitet werde ich sein.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Etwa 30 Musik-CDs und einige Filme auf DVD stellte ich heute in ein Öffentliches Bücherregal.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 06. März 2025 war ich zufrieden mit der Physiotherapie (trotzdem autsch), mit gefüllten Pepperoni und mit einer anderen Sorte (veganer) Maultaschen.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Kommentare zu 2025 – 065: Präparieren

  1. Gudrun sagt:

    Ich wünsche dir viele vergnügliche Stunden als Marktmönch, die eine oder andere gute Geschichte, Lachen und Frohsinn. Schön, dass die Saison wieder anfängt.

  2. Antje sagt:

    …leider zu weit weg, ich wünsche dir eine gute und erfüllende Zeit.
    Mittelaltermärkte, ich liebe und besuche diese, wann immer es nur geht.

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