Ein absurder Traum, den ich in der Nacht notieren konnte.
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Das ist, was mir von etwa zehn Minuten Traum geblieben ist, was davon ich festhalten konnte vor einigen Tagen. Ich hatte mir vorher ein älteres Video angesehen mit den Türmern in St. Annen, in dem in einer ziemlich lange Sequenz die Kamera die Treppe hinabstieg. Es ist ein Video über den vierten Advent mit der Bergparade dort, das seit Jahren auf meiner Festplatte gespeichert ist, und in dem diese Szene vorkommt.
Ich träume. Ich weiß, daß ich träume, einen Traum erlebe. Ich gehe eine Treppe hinab, deren Stufen sich seltsam anfühlen, irgendwie weich und die Höhe stimmt auch nicht immer. Ab und an scheint die halbe oder anderthalbe Normhöhe verbaut zu sein. Die Schwierigkeit: nach einer halben muß ich auf dem linken Bein, nach einer anderthalben auf dem rechten Bein eine Stufe tiefer hüpfen. Es ist so, und ich halte mich an diese Vorschrift. Außerdem verändert sich die Breite der Treppe ständig.
Es geht abwärts. Immer hinunter, wie weit noch, kann ich nicht erahnen. Wie in Wachzeiten habe ich ein wenig Angst vor der Tiefe unter mir. Ich weiß zwar, daß ich träume und mir deshalb nichts geschehen kann. Aber das beeindruckt meine Ängstlichkeit nicht, sie ist da und läßt mich flacher atmen und schneller. Etwas schießt neben der Treppe von unten nach oben an mir vorbei, so schnell, daß ich es nicht erkennen kann und außer des hellen Äquivalents zu einem Schatten – eine lichtgraue, vorbeihuschende Spur – nur einen Luftzug wahrnehmen kann. Kühl, Kellergeruch hinterlassend.
Weiter hinab, tönt es in mir. Denk an die Hüpfregeln, erinnere ich mich selbst. Und stelle fest, daß ich nicht mehr weiß, welches Bein zu welcher Stufenhöhe vorgeschrieben ist. Also hüpfe ich dreimal nacheinander rechts, dreimal nacheinender links. Nichts passiert, kein Warnton, keine Lichtsignale, nichts. Dann mache ich jetzt in meinem Traum eben nach meiner Dreier-Methode weiter. Abwärts, immer weiter. Keine Ahnung warum, keine Idee wohin. Muß ein Traum, ein Weg in einem Traum überhaupt ein Ziel haben? Die Beine schmerzen jetzt, das wird bösen Muskelkater geben.
Und obwohl es nicht gestattet ist, sich auf der Treppe niederzusetzen: Jetzt brauche ich eine Pause. Die Knie tun weh beim Beugen. Mit der rechten Hand halte ich mich an einem Handlauf fest, mit der linken versuche ich, die Sitzfläche, die Stufe zu ertasten und greife ins Leere – das Erschrecken darüber läßt mich schweißgebadet im Bett sitzen …
Hm. Für manche ist ja morgen schon Weihnachten vorbei. Andere beenden diese Zeit mit dem 6. Januar. Ich brauche so einiges länger, um „runterzukommen”, bis zum 2. Februar nämlich. Vielleicht ist dieses endlose Treppab eine Art Allegorie darauf gewesen? Ich habe keine Ahnung, Traumdeutung ist und war noch nie mein Ding. Da ich aber im Traum nicht in die Dunkelheit hinabsteigen mußte, gebe ich dem Ganzen eine in der Tendenz positive Bedeutung.
Zwei Wünsche läßt mir jeder aufgeschriebene Traum zurück: Ich möchte mich an viel mehr Träume vollständig erinnern können; und ich wüßte nur zu gern, was mir da mein Denkicht mitteilen möchte oder was es da gerade sortiert.
Ich wünsch euch allen schöne Traüme.
Erinnerung des Tages:
An einem zweiten Weihnachtstag vor vielen Jahren besorgte ich spätabends noch Eis und Sprühsahne an einer Tankstelle. Hach ja.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 26. Dezember 2024 mit einem installierten Tool (Sprache zu Text, funktioniert), mit einem „notierten” Text, mit einer leisen Vorfreude.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Lichtmess ist also für Dich das Ende der Weihnachtszeit?
Vielen Dank übrigens für Deinen Adventskalender, der mir dieses Jahr über einen schlimmen Dezember geholfen hat.
Ja. 40 Tage nach Weihnachten …
Magst eine vorsichtige Umarmung?