Ich lerne jemanden kennen.
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Es ist schon erstaunlich. Nachdem sich Tante Erdmute schon lange nicht mehr bei mir blicken ließ, tauchte gestern (oder vorgestern?) eine neue Figur bei mir auf. Hier, unsere erste Begegnung (Gedächtnisprotokoll):
„Ach. Ähm – hallo Du, wer bist Du denn?” „Weiß nich.” „Was?” Ich bin erstaunt. „Naja, hab irgendwie noch keinen Namen.” „Das ist ja … Hättest Du gern einen?” „Ja 'türlich. Aber ich weiß ja nichmal, ob ich Weiblein oder Männlein bin.”
Wir sprachen dann noch eine ganze Weile miteinander. Es stellte sich heraus, daß die andere Person Texte verfaßt, die irgendwo veröffentlicht werden – es klang sehr nach Lokalzeitung. Aber sie ist nicht nur mit Reportagen beschäftigt, aus ihrer Feder stammen auch Kolumnen u.v.a.m. Wir fanden weiter heraus, daß die Person in den 40ern ist, ein erwachsenes Kind hat, zur Miete in einer kleinen Stadt wohnt, im ersten Stock eines Altbaus. Zur Zeit alleine, denn die letzte Beziehung ging nach knapp drei Jahren zuende. Sie scheiterte an den Alltäglichkeiten. Nach und nach gerieten wir ins Plaudern über Sprache und Schreiben, so verlor ich etwas aus den Augen, daß ich mehr von der Person wissen wollte.
Ich weiß noch immer nicht, ob sie Weiblein oder Männlein oder was auch immer ist. Aber es liegen hier schon zwei … Szenen (kurz habe ich nach einem passenden Wort gesucht), in denen diese Figur eine zentrale Rolle spielt. Mal sehen, welche Rolle mein Denkicht ihr zugedacht hat. (Manchmal vermute ich nämlich, daß alle die von mir erfundenen, gefundenen Figuren nur schützend vorgeschobene Konstrukte sind, damit ich, damit mein Denkicht bestimmte Mitteilungen ohne Bedenken machen kann.)
Willkommen in der realen Phantasie.
Erinnerung des Tages:
Ich zerbrach mir heute den Kopf, unter was für einem Baum ich 2003 in Planena öfter saß: Pflaume, Apfel, Kirsche? (Eins von den Dreien war es auf alle Fälle.)
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 20. Oktober 2024 mit meiner ausgelebten Faulheit, mit Pasta Carbonara (ja, Fertigsoße), mit geschriebenem Text.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das war bestimmt ein Pflaumenbaum.
Ich weiß es nicht mehr. Aber ich werd mir die Bilder morgen nochmal ansehen …
Vermutlich ist Geschichtenschreiben eh nichts anderes als erweitertes Denken.
Das liegt im Bereich des Möglichen.