286–2024: Experiment

Meine erste (bewußte) Begegnung mit ChatGPT.

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Irgendwann in der Nacht von gestern auf heute notierte ich mir: „Schreibe mir eine 300 bis 500 Worte lange romantische Geschichte, in der sich zwei Menschen wegen einer entlaufenen Zwergwyandotte zwischen einem Holunderbusch und einer Mispel im Morgennebel kannenlernen.” Diesen Text (mit dem Schreib­fehler im letzten Wort!) gab ich als Prompt in einem Web-Interface ein. Und bekam nach wenigen Sekunden eine Antwort.

 

 

AI: Es war ein sanfter Morgen im Oktober, als der Nebel wie ein zarter Schleier über die Wiesen und Felder lag. Die Welt schien in ein geheimnisvolles Licht getaucht, und die Luft war frisch und kühl. In einem kleinen Dorf, umgeben von sanften Hügeln, lebte die junge Anna, die an diesem Morgen auf der Suche nach ihrer entlaufenen Zwergwyandotte war. Das kleine Huhn war ein Geschenk ihrer Großmutter gewesen und hatte sich in den letzten Tagen zu einem treuen Begleiter entwickelt.

Mit einem Korb in der Hand und einem leichten Lächeln auf den Lippen machte sich Anna auf den Weg in den Garten, wo sie die Zwergwyandotte zuletzt gesehen hatte. Zwischen einem alten Holunderbusch und einer Mispel, die in voller Frucht stand, hatte sie das Huhn vermutet. Während sie suchte, summte sie leise ein Lied, das sie oft mit ihrer Großmutter gesungen hatte.

Plötzlich hörte sie ein leises Scharren und ein sanftes Gackern. Ihr Herz schlug schneller, als sie sich dem Geräusch näherte. Doch anstatt ihrer Zwergwyandotte fand sie einen jungen Mann, der ebenfalls auf der Suche war. Er kniete im Gras, mit einem verwirrten Ausdruck auf seinem Gesicht, während er eine kleine, gefiederte Kreatur in den Händen hielt.

„Oh, hallo! Ist das deine Zwergwyandotte?” fragte Anna überrascht und trat näher. Der junge Mann sah auf und lächelte schüchtern. „Ja, ich glaube schon. Sie ist mir entlaufen, als ich sie zum Auslauf bringen wollte. Ich bin Lukas, übrigens.”

„Anna”, antwortete sie und konnte nicht anders, als über die Situation zu lachen. „Es scheint, als hätten wir beide das gleiche Problem.”

Lukas stand auf und hielt die Zwergwyandotte vorsichtig in seinen Händen. „Sie scheint ein wenig abenteuerlustig zu sein”, sagte er mit einem Augenzwinkern. „Vielleicht sollten wir sie gemeinsam zurückbringen.”

Während sie zusammen durch den Garten gingen, sprachen sie über ihre Liebe zur Natur und zu Tieren. Der Nebel umhüllte sie wie ein sanfter Mantel, und die Welt um sie herum schien zu verschwinden. Anna bemerkte, wie Lukas' Augen im diffusen Licht funkelten, und sie fühlte sich zu ihm hingezogen.

„„Weißt du”, begann Lukas, als sie an der Mispel vorbeikamen, „ich habe nie gedacht, dass ich an einem so nebligen Morgen jemanden wie dich treffen würde. Es fühlt sich an, als wäre es Schicksal.”

Anna lächelte und spürte, wie ihr Herz schneller schlug. „Vielleicht ist es das wirklich. Manchmal bringt das Leben uns an die unerwartetsten Orte.”

Als sie schließlich die Zwergwyandotte sicher in den Stall zurückbrachten, war der Nebel langsam gewichen und die Sonne begann, die Landschaft in warmes Licht zu tauchen. Lukas und Anna standen einen Moment lang still, ihre Blicke trafen sich, und in diesem Augenblick wussten sie, dass dies der Beginn von etwas Besonderem war.

„Möchtest du vielleicht morgen wiederkommen? Ich könnte dir meine anderen Tiere vorstellen”, schlug Anna vor, und Lukas nickte begeistert. „Das würde ich sehr gerne tun.”

So begann eine unerwartete Freundschaft zwischen zwei Seelen, die durch eine entlaufene Zwergwyandotte und den zauberhaften Morgennebel zusammengeführt wurden.

Dieser Text wurde von einer KI/​AI erstellt. Ich benutzte ChatGPT deutsch.

 

 

Ähm, ja: Daß die Maschine Zwergwyandotten kennt (und zwei von ihnen einbaut), hat mich überrascht, der eine Grammatikfehler nicht. Es ist definitiv anders als von mir erwartet, ich fühle mich versucht zu sagen: trivialer. Es sind 493 Wörter. Meine Vorstellung von „roman­tisch” ist auch eine andere. Ich weiß jetzt sicher, daß ich dieses Werkzeug zur Texterzeugung nicht nutzen kann, es kann nicht meine Texte schaffen. Vielleicht kann mir die Maschine irgendwann einmal eine Idee liefern, vielleicht! Aber meine Texte sind und bleiben anders.

Es war ein Experiment. Es ging tatsächlich ungefähr so aus, wie ich es erwartet hatte. Nur der ausgelieferte Text war irgendwie anders, aber von dem hatte ich ehrlich gesagt vorher auch überhaupt keine Vorstellung.

Ach: Zwergwyandotten sind eine nach einem nordamerikanischen Stamm von Urein­wohnern benannte, kleine Hühnerrasse in immerhin 28 verschiedenen Farbschlägen.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich brachte wiedereinmal einige (ich zähle sie nicht mehr) Bücher in einen Öffentlichen Bücherschrank #publiclibrary.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 12. Oktober 2024 mit dem gewagten Experiment, mit guten Nachrichten (die bekomme ich mittlerweile fast täglich), mit meiner Unterwegs-Zeit in der Stadt.

© 2024 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Kommentare zu 286–2024: Experiment

  1. Pit sagt:

    Trotz Allem finde ich es einfach interessant, was ChatGPT so macht/kann. Mich wuerde einmal interessieren, was es fuer mehr informative Texte zuwege bringt.

    • Der Emil sagt:

      I don’t want to test ChatGPT anymore. Because I don’t want to work with this tool.

      I think that I already readed a lot of articles written by the machine …

  2. Elvira sagt:

    Nein, es ist nicht dein Stil. Ich könnte mir aber vorstellen, dass KI das lernen kann. Zwar habe ich mich damit nie befasst, aber sicher kann man das Programm mit eigenen Texten füttern, so dass von der KI geschriebene nicht mehr von deinen (oder anderen) zu unterscheiden wären. Aber möchten wir das? Sicher nicht!

    • Der Emil sagt:

      Um das umzusetzen, müßte ich mir so ein Ding lokal auf meinem Rechner installieren und keinerlei Verbindung zum Internet dafür zulassen. (So verstehe ich das Prinzip dahinter gerade.)

      Für Routinetexte (Handbücher, Bedienungsanleitungen, Parteiprogramme) mag es hilfreich sein. Meiner – ja, ich bin jetzt so überheblich und schreibe mir diese Eigenschaft zu – Kreativität allerdings hilft es in der oben ausprobierten Weise nicht.

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