Die heutigen Jugendlichen werden das Wort nicht mehr kennen.
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Der Sud und das Gesottene sind beide beinahe ausgestorbene Worte. Ich weiß vom Brennesselsud, der hie und da noch genannt und verwendet wird. Normalerweise ist heißes oder kochendes Wasser zur Herstellung eines Suds notwendig, denn: Der Sud ist die Flüssigkeit, in der etwas gekocht wird, oder die Flüssigkeit, die nach der Beendigung des Kochens zurückbleibt. Doch wie am Bennesselsud erkennbar ist, wird auch ein mit kaltem Wasser angesetzter Aufguß/Auszug so genannt. Ich glaube außerdem, wer das Wort verwendet, gibt sich als Liebhaber altmodischer Sprache und der Vergangenheit zu erkennen.
Das, was vom Gesottenen (heute: Gekochten) abgegossen werden kann (also Brühe zum Beispiel), wird Sud genannt. Auch aus dem Brauprozeß ist der Sud nicht wegzudenken, viele werden das Sudhaus aus dem Brauereiwesen kennen. Aber sonst? – Im Ernst: Ich nenne manchmal sogar meinen Kaffee einen belebenden Sud. Und ihr?
Erinnerung des Tages:
Die Briefwahlen (Landtag LSA, Bundestag) 2021 wurden noch mit FFP-2-Maske, Abstandsregelung und Warteschlange draußen durchgeführt.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 28. Mai 2024 mit dem Schlaf von etwa 5.00 Uhr bis 11.00 Uhr, mit der erledigten Briefwahl, mit frischem Brot und Sülze (mit Zwiebeln und Gürkchen).
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wir nennen es Brennnessel Jauche. Auch wenn mir Sud und Gesottenes bekannt ist, nutze ich es kaum. Wobei ich nicht einmal erklären könnte was Gesottenes genau ist.
Brennesseljauche muß wesentlich länger stehen (ca. zehn Tage) als der Sud (nur 24 Std, gegen Blattläuse gut).
Aha, dann bereite ich nur Jauche zu. Meine steht bis sie fast schwarz ist, kann gut 14 Tage dauern.
Gesottenes ist unter dem Siedepunkt gegart. Wenn Wasser gesiedet ist, dann heißt das, es wurde erhitzt ohne dass Blasen aufsteigen und es in Wallung kommt. Ich habe das gerade gemacht mit meinem Holunderblüten-Sirup. Und jetzt ist er in Flaschen verschlossen für spätere Zeiten.
Das alles habe ich von einem ganz alten Schäfer a.D. erfahren, alles, was ich über Schafe wissen muss und auch wie man Selchfleisch macht oder pökelt. Auch vieles über Kräuter und Wetterbeobachtungen habe ich von ihm. Es war ein Segen, dass ich das alles erfahren durfte.
Liebe Grüße und such bitte weiter nach alten Wörtern.
Zumindest Simmern muß das Wasser, weiß ich, beim Gesottenen.
So einen wie Deinen Schäfer (und meine Großväter) bräuchte ich nochmal, um weitere Fragen stellen zu können und auch Antworten darauf zu erhalten.
Ach, von den Alten Worten habe ich mehr als genug …
Mir kommt zuerst ganz unromantisch das Spiel ,,The Witcher 3“ in den Sinn, in dem es ganz viele absurde Absude zu brauen gibt.
Oh ja, Absud ist dann ja in den Zubereitung noch etwas spezieller …