150–2024: Gekochtes

Sowohl warme als auch kalte Küche.

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Aus dem Gefrierschrank nahm ich Gehacktes. Zwei Zwiebeln wurden gewürfelt. Passierte und geschälte Tomaten standen bereit. In einer großen Pfanne machte ich daraus mit ein wenig Öl eine Nudelsoße. Es dauert immer, bis ich die nach dem Anbraten von Hack und Zwiebel mit Pfeffer, Paprika, Basilikum, etwas Zitrone und Balsamico und so weiter so abgeschmeckt habe, daß sie den für mich genau passenden Geschmack hat. Und weil ich so oft abschmecken muß, koche ich immer viel mehr von der Soße, als ich bei einem Mal Essen verbrauchen kann. Vorsichts­halber.

Heute brauchte ich etwas mehr als eine Stunde, ehe ich wirklich zufrieden war mit dem, was ich kochte. Und ich hatte ungewöhnlich wenig vom Hackfleisch genascht. In der Pfanne blieben etwa zwei Liter, ausreichend für zwei oder drei Nudelessen. Zwei Portionen füllte ich nach dem Abkühlen in Behälter ab, um sie zum späteren Verbrauch im Gefrierfach zu lagern. Wenn es mich irgendwann wieder gelüstet nach Numiroso, ist das schnell gemacht.

Die dritte Portion wollte ich heute essen. Wollte. Dann änderte sich mein Appetit. Salat. Einfach nur Salat. Ich hatte einen Eisbergsalat und eine Gurke im Kühlschrank. Und nochmal schnitt ich zwei Zwiebeln, schnitt den Eisbergsalat klein, schälte und rieb die Gurke dazu in die große Schüssel. Ein Dressing aus Schmand, Essig und Öl, Salz, Pfeffer, gefrorenem Schnittlauch und etwas Thymian habe ich mir zusam­men­gerührt. Der Salat zog eine Weile durch – und dann saß ich mit meiner großen Schüssel am Tisch und aß. Salat und zwei Scheiben getoastetes Graubrot mit Butter dazu.

Die dritte Portion Nudelsoße steht im Kühlschrank, vielleicht bis morgen, vielleicht bis übermorgen. Und wenn mir danach ist, koch ich mir eben Kartoffeln dazu – das schmeckt mir nämlich auch. Jetzt aber bin ich erstmal satt.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Acht dickere Bücher stellte ich heute in einen Öffentlichen Bücherschrank #publiclibrary.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 29. Mai 2024 mit der Lust am Kochen, mit dem vereinbarten Termin füs Wochenende, mit der großen Schüssel Salat.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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5 Kommentare zu 150–2024: Gekochtes

  1. Elvira sagt:

    Eine Freundin meinte letztens: „Wie, du frierst Gehacktes ein?“. Sie war auch erstaunt, dass Toast im Tiefkühler schlummert. Wir kamen darauf, weil sie mir erzählte, wie oft sie sich ärgert, verschimmeltes (Toast-) Brot wegwerfen zu müssen. Ich sagte ihr, dass ich bei Bedarf eine Scheibe aus dem Tiefkühler nehme und gefroren in den Toaster stecke. Das überraschte sie sehr. So kamen wir auf die Inhalte unserer Gefrierschränke. Ihrer ist überwiegend leer, unser recht voll. Gehacktes liegt immer im Fach. Auch gekochte Nudeln. Ich koche stets viel mehr als notwendig. Einen Teil friere ich ein. Werden Nudeln benötigt, nehme ich sie raus, übergieße sie mit kochendem Wasser und lasse sie kurz ziehen. Ach ein Mix aus Karotten und Lauch oder Frühlingszwiebeln zittert im Vorrat. Den benötige ich für gebratene Nudeln oder andere asiatische Hühnergerichte. So ein Gefrierschrank erleichtert die Vorratshaltung enorm, jedenfalls so lange wir uns die Strompreise leisten können. Aber auch sonst sind wir gut bevorratet, und das nicht erst seit Corona. Ohne Auto ist das Einkaufen einen Tick beschwerlicher geworden.

    • Der Emil sagt:

      Das Einfrieren von Nudeln hab ich aufgegeben (theoretisch weiß ich, wie es geht, aber ich schaff das nie und deshalb sind die aufgetaut ungenießbar). Aber sonst ist mein kleines Gefrierfach ziemlich voll.

      Zuviel koche ich i.d.R. auch, aber ich esse das in den folgenden Tagen auf.

      • Elvira sagt:

        Wir erstellen immer einen Speiseplan für eine Woche, den wir allerdings nicht immer einhalten. Da gibt es an einem Tag z.B. Pellkartoffeln (von denen ich gleich mehr für den kommenden oder übernächsten Tag abkoche) mit Quark und Leinöl und am nächsten Bratkartoffeln mit Sülze oder Kartoffelsalat mit Currywurst oder Buletten. Eintöpfe koche ich eh für zwei Tage, auch, wie dieses Wochenende unser Kümmelgullasch. Wenn nur für zwei oder eine Person gekocht wird, ist der Aufwand für tägliches Neukochen einfach zu groß, zumal ich nicht gerade eine leidenschaftliche Köchin bin.

  2. Ich friere ebenfalls viel ein. Weil es immer bei den abgepackten Lebensmitteln viel zu viel für eine Person ist, koche ich alles und friere es dann in für mich passenden Portionen ein. Auch Brot oder frische Kräuter – Meine Gefrierfächer sind immer ziemlich voll. Aber so habe ich für das tägliche Kochen immer Reserven, auch, wenn es einmal knapp ist mit der Zeit.

    • Der Emil sagt:

      Was ich üblicherweise koche, hält auch zwei Tage außerhalb des Gefrierfaches. Eintopf und Suppe esse ich dann eben auch an den beiden folgenden Tagen auf. Und 500 g Pasta reichen für ein Abendessen und einen Vormittagsimbiß.

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