Was ich heute überhaupt nicht gebraucht hätte.
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Kurz nachdem ich mich heute früh an den Rechner gesetzt hatte, beschloß mein Mobiltelefon, sein Leben zu beenden. Schwarzer Bildschirm. Laden wollte es auch nicht. Ich war angeschwärzt und angesäuert. Für mich bedetutet das Nichtfunktionieren des Telefones auch, daß ich keinerlei Zugang mehr zum Internet habe. Keinen Zugriff auf die von mir dort abgelegten notwendigen Daten. Denn: Das Telefon ist mein WLAN-Hotspot, und nur darüber haben Rechner und Tablet Internetzugang. (Keine Angst, ich habe eine echte Daten-Flatrate zu einem – sogar für mich – annehmbaren Preis, unabhängig davon, wo ich mich gerade herumtreibe.)
Nach einer Stunde am Ladegerät war keine Veränderung zu erkennen. Also zog ich mich an und ging – ja, der örtliche Nahverkehrsbetrieb wird heute bestreikt und damit fahen weder Straßenbahnen noch Busse – zu einem der Elektronikhändler meines geringsten Mißtrauens. Oh, wie erfreulich: Es gab Telefone meiner Stammmarke sogar für deutlich unter 100 €. Lieber aber wäre mir mein bis heute genutztes gewesen, das es natürlich nicht gab. Okay, 256 GB Speicher, 14 GB Arbeitsspeicher, 50 MP Kamera, 8 MP Frontkamera (für die Selfies), Bildschirmauflösung sehr schön: Das sind die Spezifikationen des Nachfolgemodells, das zu meiner großen Überraschung auch noch dieselben Abmessungen hat wie das von ihm zu ersetzende Gerät! Ich habe jetzt ein ZTE Blade V50 Vita (ZTE 8550) und noch eine weitere Powerbank für zusammen unter 140 € gekauft.
Zuhause dann die Installationsorgie. Schwierigkeit 1: Das alte Telefon geht absolut nicht mehr, also war es nicht möglich, auf dem etwas nachzusehen. Schwierigkeit 2: Bei dem einen Messenger funktionierte das (seit Inbetriebnahme immer am 1. und am 15. eines Monats gemachte) Backup natürlich nicht. Schwierigkeit 3: Das Kartenwerk meines Kartendienstes habe ich bis jetzt noch nicht herunterzuladen geschafft, das geschieht dann heute über Nacht.
Nächste Woche dann bringe ich mein altes Telefon zum Händler, denn die zweijährige Gewährleistung ist noch lange nicht abgelaufen …
Erinnerung des Tages:
Ja, in den Zeiten VOR dem Internet las ich viel mehr Bücher als heute (das hab ich neben der Installationsorgie heute auch gemacht).
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 21. März 2024 mit einem neuen Smartphone, mit einer zusätzlichen Powerbank, mit den abgeschlossenen Vorbereitungen für morgen.
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Mein persönlicher Alptraum – ein Gerät, das nicht mehr funktioniert.
Ich lege ebenfalls Wert auf eine lange Lebensdauer all meiner Gerätschaften, ob nun im Haushalt oder bei meinem Handy (kein Smartphone). Auch nicht funktionierende Internet-Anschlüsse nerven.
Ich kann Dich sehr gut nachvollziehen!
Ja, heutzutage wird gerne so produziert, dass Technik nach ein paar Jahren den Geist aufgibt.
Als mein neuer Boiler installiert wurde, meinte der Installateur gleich: „Der wird maximal 10 Jahre alt.“ (Der alte war nach 20 Jahren durchgerostet und verlor an einer Stelle Wasser.)
Liebe Grüße in den Abend!
Naja, das Telefon stieg sieben Monate vor dem Ende der Garantie aus.
Aber ja, die geplante Obsoleszenz ist m. M. n. kein Verschwörungsglaube, sondern Kostenminimierung zur Umsatzmaximierung …
Ach wie übel.
Da merkt man wie abhängig wir doch alle sind.
Vor allem: Am Telefon und dem Netzzugang über das hängt hier ziemlich viel …
Hast du salle möglichen Verbindungen auf deinem Handy handschriftlich notiert? Du sicherst ja alles mögliche mehrfach, wie ich hier öfter lese.
Ich habe sogar eine Liste aller installierten Apps (inkl. eventuell notwendiger Zugangsdaten) auf Papier. Nur die COVID-Apps hab ich jetzt weggelassen.
Und ich hab von allem, wo das möglich ist, eben auch Backups, nur wenn dann von denen eines nicht funktioniert …
Gemahnungen daran, dass eben nicht alles so weitergeht wie wir es doch so gerne glauben möchten…