Weihnachten auch für Tiere?
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Das ist der 14. Adventskalender hier. Ich widme ihn allen, die krank sind oder Unterstützung benötigen, und allen, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen wieder für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
Eine Kinderfrage, die ich oft hörte, wahrscheinlich sogar selbst stellte: Feiern auch die Tiere Weihnachten? Nun, es gibt tatsächlich Geschichten, Erzählungen und anderes, in denen diese Frage bejaht wird. Sogar Gedichte wurden darüber geschrieben.
Vogelweihnacht
Peter Hacks (∗ 1928 – † 2003)
Der Winter ins Gehölz einzieht.
Da singen alle möglichen
Bunt flatternden Waldvögelchen
Ein schönes Weihnachtslied.
Und der Specht
Ist ihr Trommelknecht:
Im Himmel stecken Sternelein,
Im Tannenzapfen Kernelein,
Die Welt ist so lieblich, so pieplich
Zur Weihnachtszeit,
Tirili.
Die Dohle kommt aus ihrem Nest,
Der Dompfaff und der Kernbeißer.
In Afrika, da lebt man heißer,
Doch ohne Weihnachtsfest.
Und der Specht
Trommelt gar nicht schlecht:
Im Himmel stecken Sternelein,
Im Tannenzapfen Kernelein,
Die Welt ist so lieblich, so pieplich
Zur Weihnachtszeit,
Tirili.
Rut und Rudolf Brock (Hrsg.): Wunderweiße Nacht. Erzählungen,
Gedichte und Lieder für das Weihnachtsfest. S. 83
1. broschierte Auflage © Henschelverlag Kunst und Gesellschaft,
Berlin 1980 Lizenz-Nr. 414.235/99/80
Beim Thema Weinhachten für Tiere denke ich zumeist auch an „Hirsch Heinrich”, das beliebte Kinderbuch von Fred Rodrian (Text) und Werner Klemke (Illustration). Na, wer hat jetzt nicht das Titelbild vor Augen: Ein pausbäckiges Kindergesicht an den Hirschhals gelegt, und auf das Geweih sind brennende Kerzen gesteckt?
Es ist wohl so: Für Tiere gibt es kein Weihnachten. Wir vermenschlichen Tiere zu dieser Zeit vielleicht nur noch mehr als sonst. Diese romantische Vorstellung gehört zur Hoffnung auf eine, zur Sehnsucht nach einer besseren Welt. Und vielen Kindern macht Weihnachten für Tiere es warm ums Herz.
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Am 19. Dezember 2023 war ich zufrieden mit weiteren 16 weggebrachten Büchern (und heute nahm ich wirklich keines wieder mit), mit anderem entsorgten Papier, mit den Erinnerungen an die erzgebirgischen bergmännischen und Weihnachtsbräuche.
© 2023 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Heute beim Geschenke verpacken für die Enkel musste ich das Namensschildchen für den Hund Merlin fortwerfen, weil der im letzten Jahr gestorben ist. Der hat sonst ebenfalls immer etwas geschenkt bekommen von der Omi Gerel.
Auch ich schrieb heuer weniger Weihnachtskarten, weil zwei Menschen nicht mehr leben.
(Hätte ich Deine Adresse gehabt – oder gefunden in meinem Chaos -, hättest auch Du eine Weihnachtskarte bekommen wie ich heute. Danke!)