Nº 310 (2022) – Zuletzt

Wieder eine (einige) von diesen sonderbaren Fragen.

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Wann habe ich denn zuletzt …

Wann habe ich denn zuletzt ein (längeres) Gespräch mit jemandem geführt, der auch hier im Haus wohnt? Oder mit Menschen aus dem Nachbarhaus? Habe ich Angst vor dem Kontakt mit ihnen oder aus welchem anderen Grund vermeide ich das? Grüßen, ja grüßen ist üblich. Aber miteinander reden? Natürlich gibt es Nachbarn, die nicht meine Sprache sprechen, und ich spreche auch nicht ihre Sprachen. Doch selbst mit denen, mit denen ich mich in einer Sprache verständigen könnte, unterhalte ich mich nur äußerst selten. Worüber auch? Und wie müßte ich ein solches Gespräch beginnen, damit es wirklich ein Gespräch werden kann?

Das Nachbarschaftsverhältnis und der Umgang miteinander haben sich sehr verändert.

Ob ich den Mut habe, daran etwas zu ändern?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 07.11.2022 die erledigte Hausarbeit, die angefangene Handarbeit, die zwei Stunden Unterwegssein in HaNeu.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte I – Der Magier. (Die fünfte Karte der Großen Arkana in Folge, es wird sonderbar.)

© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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7 Kommentare zu Nº 310 (2022) – Zuletzt

  1. C Stern sagt:

    Das beobachte ich auch. Ich verhalte mich je nach Tagesverfassung, manchmal aufgeschlossener und dann wieder nur grüßend, verpflichtet fühle ich mich zu nichts.
    Allerdings halte ich es für wichtig, einen Überblick über die Nachbarschaft zu halten.
    Das eine oder andere Mal wird’s mehr als ein kurzer Small Talk, aber nur mit ausgewählten Nachbarn, wo ich weiß, dass es ähnliche Lebensthemen gibt. Grundsätzlich ist meine Art eher zurückhaltend, obwohl ich leicht Zugang zu Menschen finde.

  2. Gudrun sagt:

    Was machst du gerade für eine Handarbeit? Verrätst du es? Ich frage, weil ich auch gerade eine beendet habe.
    Es hat sich wirklich viel verändert. Es sind immer noch die selben Häuser und doch ist vieles anders. In meinem Haus habe ich das Glück, dass es Bewohner gibt, die in relativ jungen Jahren eingezogen waren und immer noch hier wohnen. Mit ihnen ist es ganz leicht zu reden. Wir wissen einiges voneinander und haben Gemeinsamkeiten. Da findet sich schon ein Thema. Ja, wir reden, aber dann macht wieder jeder Seins und mancher ist wieder alleine, wie schon seit langem. Eigentlich wollte ich einfach Aktivitäten nach draußen verlegen, in der Hoffnung, dass sich jemand dazu setzt. Ich weiß nicht, ob ich im nächsten Jahr den Mut dazu habe. Vielleicht bin ich einfach bloß die komische Alte, die sowieso alles falsch sieht.
    Grüße von nebenan.

    • Der Emil sagt:

      Nun, gestern hab ich geflickt und genäht und mit dem Sticken angefangen. Aber die Weihnachtsdecke bekomme ich nicht bis zum diesjährigen Weihnachten fertig.

      AKtivitäten nach draußen verlegen tu ich ja auch: Ich sitze schreibend überall herum, oft auf dem Marktplatz. (Dort sitzen ab und an auch Menschen, die stricken oder häkeln, aber seltener als Menschen, die auf Tablets oder Klapprechnern herumwerkeln.)

      • Gudrun sagt:

        Mit einem Spinnstübchen hat es ja nicht geklappt, wo jeder hin kommen kann, wenn er will. Aber das Spinnrad unter den Kirschbaum stellen geht ja vielleicht.
        Dein Beitrag hat aber bewirkt, dass ich den Mann aus dem Haus zum Kaffee eingeladen habe, der sein ganzes Leben lang Antennenanlagen gewartet hat und auch unsere geholfen hat, anzuschließen. Jeden Tag geht er zu seiner Frau ins Pflegeheim, obwohl er mit ihr nicht mehr reden kann. Aber genau das möchte er mal. Das habe ich gemerkt.
        Ich glaube, man muss nicht darauf warten, dass jemand anders ein Gespräch anfängt.

  3. Sofasophia sagt:

    Da denke ich auch immer mal drüber nach. In den ganzen 10,5 Jahren, die ich nun in diesem Haus wohne und lebe, gab es erst eine Handvoll persönliche Gespräche. Ich halte mich bewusst bedeckt, will nicht zum Tratschobjekt werden, indem ich zu viel von mir preisgebe. Freundliches Grüßen gibts trotzdem, allerdings sind zwei von 6 anderen Personen äußerst merkwürdig.
    Und Kontakte habe ich ja genug, wenn auch nicht unbedingt im Dorf. (Dort sind sie überschaubar.)
    Muss ja nicht.

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