Nº 191 (2022) – Versuchung

Sehr hypothetisches Gedankenmachen, denn ich würde nicht.

To get a Google translation please use this link.

 

Stellt euch vor, ihr dürftet durch die Zeit reisen. Wowann (oder wohin?) ihr auch immer wollt. Keine Sorge, es wird euch nicht möglich sein, so in das Geschehen jener Zeit einzugreifen, daß damit „unbeabsichtigt” eines der gefürchteten Zeitparadoxa hervorgerufen werden würde. Natürlich sind diese Reisen preiswert, sogar billig. Und nur im Kleingedruckten steht, was der unausweichliche Haken an diesen Zeitreisen ist: Für jeden Monat der Zeit­ver­schiebung werdet ihr eine Minute lang eure Beine nicht bewegen können nach der Rückkehr. Nur eine einzige Minute für jeden Monat: Das ist ja nicht viel. Aber – Vorsicht! Ein Jahrzehnt sind schon zwei Stunden, ein Jahrhundert „nur” 1.200 min, also zwanzig Stunden, in denen ihr eure Beine nicht bewegen könntet. Ansonsten hat diese Art der Zeitreisen keinerlei andere Folgen für euch.

Würdet ihr eine solche Zeitreise unternehmen wollen? Und wenn die erste Zeitreise kostenfrei wäre? Würdet ihr? Kämet ihr in Versuchung?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 11.07.2022 eine gemütliche Fahrt, ein Nachmittags­schläf­chen, die Reste aus dem Kühlschrank zum Abendbrot.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte Neun der Kelche.

© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2022, Gedachtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

12 Kommentare zu Nº 191 (2022) – Versuchung

  1. Stefan Kraus sagt:

    Interessant wäre es für mich nur, wenn ich eingreifen könnte. (Das mit den Beinen ist Banane. Als Rheumatiker bin ich solche Ausfälle gewohnt.)

  2. Jana Rau sagt:

    8h Bewegungslosigkeit nähme ich schon in Kauf, um den Emil als Schulkameraden kennenzulernen 🤔

  3. Regine sagt:

    Ja!

  4. Andrea Sophie sagt:

    Unbedingt.
    Auch einfach als Beobachterin.
    Sofort.

  5. Elvira sagt:

    Dann müsste ich meine Reise auf dem Klo sitzend beginnen, denn ich würde nicht in meine Vergangenheit reisen, sondern viel weiter zurück. Wäre es deine Idee nach auch möglich, in ein anderes Land zu reisen? Dann wären die Niederlande des 16./17. Jahrhundert mein Ziel. Ich würde zu gerne die Maler jener Zeit kennenlernen, ihnen beim Schaffen ihrer Werke zusehen, ihr Leben er-leben. Oh, oh, ich hätte da viele Ziele. Was die Beine betrifft, könnte ich Vorkehrungen treffen, das ist heute ja kein Problem mehr, zumal die Bewegungsunfähigkeit zeitlich begrenzt wäre. Aber was, wenn ich so richtig auf den Geschmack kommen würde? Wäre ein Berlust der Realität da nicht durchaus denkbar?

    • Der Emil sagt:

      Solche Dinge regeln sich bestimmt über die Dauer der jeweiligen Reise: Was, wenn die in etwa so lang wie die Bewegungsunfähigkeit der Beine wäre? Oder anders beschränkt?

      (Auf den Märkten spinne ich mir manchmal seltsame – zu seltsame – Sachen zusammen … Hm. In ein anderes Land? Daran habe ich überhaupt nicht gedacht.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert