Wie es nicht funktioniert.
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Es war immer eine der schlechtesten Ideen, einem bedrückten Menschen Mut machen zu wollen mit dem Verweis auf Menschen, denen es noch schlechter geht oder ginge. Damit kann und konnte niemand jemals jemanden wirklich motivieren.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 22.06.2022 die kleine Hilfe für die Nachbarin, das auf Reisen geschickte Buch, einiges aussortiertes Papierzeugs.
Für morgen zog ich die Tageskarte Sechs der Kelche.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Du schreibst das auf, was ich heute morgen gedacht hatte. Niemanden ist geholfen, wenn es anderen noch schlechter geht…
Ja, so ist es.
Und doch wird einem DAS immer wieder unter die Nase gerieben.
Mir selbst darf ich es unter die Nase reiben. Das hilft noch nicht, aber es relativiert mich. Und das hilft dann ein wenig.
Nein, mir hilft das absolut nicht, denn es verbessert meine Situation in keinster Weise.
Und in einer depressiven Phase oder Episode erst recht nicht.
Das hilft rein gar nix, im Gegenteil. Es könnte fatalerweise dazu führen, dass man sich selbst nicht mehr ernst nimmt. Sich nicht und seine Nöte nicht. Damit ist auch niemandem geholfen. Ausserdem wo will man anfangen und wo aufhören zu vergleichen. Ich behaupte mal, man findet immer jemandem, dem es schlechter geht. Und dann? Nein, vergleichen sollte man nie. Leiden ist ja auch subjektiv. Worunter der eine leidet, macht dem anderen nix aus. Und jemandem sowas unter die Nase zu reiben, der depressiv ist, heißt, ihn nicht zu sehen und ihn nicht ernst zu nehmen.
Genau.