Nº 136 (2022) – Radioaktivität

Vergessen und Quelle und Heilung.

To get a Google translation use this link.

 

Ich war der festen Meinung, nichts Wichtiges vergessen zu haben. (Ich habe ja meine Routinen und imaginären Listen, die ich beim Verreisen immer wieder abarbeite.) Nun, Meinungen sind nicht Wahrheiten. Denn es fehlte im schwar­zen Stoffbeutelchen mit den USB-Sticks der Kartenleser. Und deshalb konnte ich bisher keine Bilder vom leuchtenden Wasser hier veröffentlichen.

Leuchtendes Wasser?

Ähm ja. Bad Schlema. Mein Geburtsort (damals aber ohne den Zusatz „Bad”) Schlema war vor dem Zweiten Weltkrieg das Kurbad mit den stärksten Radon­quellen Europas: Radiumbad Schlema. Nach dem Krieg dann war das Schlema-Hartensteiner Revier eines der Hauptabbaugebiete der SDAG Wismut im Uranabbau für die Kernreaktoren und Kernwaffen des späteren Warschauer Vertrages. Um die Wende herum wurde die Gegend um Bad Schlema immer wieder das „Tal des Todes” genannt, auch vom ZDF und ganz sicher zu Unrecht. Heute ist der Ort wieder staatlich anerkannter Kurort und heißt (wieder) Bad Schlema (und wurde leider mit der ehemaligen Kreisstadt Aue fusioniert). Noch immer bzw. seit gut 20 Jahren wird wieder Radonhaltiges Heilwasser für die verschiedensten Kuran­wen­dungen genutzt: Bade-, Trink- und Inhalationskuren mit dem radon- und radiumhaltigen Wasser helfen gegen u. a. rheumatische Beschwerden, gegen Haut- und Gelenker­krankungen.

Knapp oberhalb der ehemaligen POS „Otto Grotewohl”, in deren Hauptgebäude heute das Pflegeheim ist, in dem mein Vater seit einiger Zeit lebt, ist die Gleesbergquelle im Wald zu finden (sie wird dort erwähnt). Ihr Wasser hat nach diversen Analyse eine „Aktivität” (Ortsdosisleistung) von etwa 0,34 µSv/h. Es ist also schwach radioaktiv.

Ich habe diesmal mehrere Bilder von ebendieser Quelle gemacht. Aber ich konnte die Bilder nicht von der Kamera in den Rechner übertragen (siehe erster Absatz, der fehlende Kartenleser). Heute schaff ich das auch nicht mehr. Doch irgendwann in den nächsten Tagen kann ich sie zeigen, die Bilder vom Wasser, das mich strahlen macht. Und seid bereits heute versichert: Das Quellwasser leuchtet nicht. Ich leuchte nicht.

Das Wasser ist kalt, klar, wohlschmeckend und ziemlich begehrt – oft muß anstehen, wer sich etwas an der Quelle abfüllen möchte.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 16.05.2022 das frühe Aufstehen und das Packen in Ruhe, die störungsfreie Reise, die Zeit in der Badewanne.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte Ass der Münzen.

© 2022 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2022, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Nº 136 (2022) – Radioaktivität

  1. Gudrun sagt:

    Ich weiß, dass man sich schwach Radioaktives in die Gelenke spritzen lassen kann, gegen Bezahlung. Es soll gegen Rheuma helfen. Das Wasser aus Bad Schlema würde ich trinken.
    Ich finde es gut, dass du in deiner Heimat mal wieder warst und dass du darüber schreibst. Bad Schlema ist mir noch ein Begriff.
    Ich winke nochmal über den großen Teich. Nicht mehr lange und ich muss über Selbigen wieder zurück nach Hause.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.