Ablassen. Und nicht durch Listen noch vergrößern.
To get a Google translation use this link.
Anfangen müßte ich, mit so vielem. Und aufhören müßte ich, auch, mit vielem aufhören. Allein, es fehlt im Moment an Motivation, Energie, Kraft, Willen – an so ziemlich allem, was dazu nötig wäre. Und täglich strömt mehr auf mich ein, das mich mutlos macht. Und täglich finde ich weniger von dem, das sinnvoll und sinnstiftend ist.
Natürlich stimmt das eben Geschriebene nur zum Teil. Ich jammere ja nur mal herum. Um … ja, wozu denn eigentlich. Welchen Zweck hat dieses Meckern? Besser wird dadurch nichts. Nichts, nichts außer diesem unbedeutenden und unbestimmten Gefühl, es “mal gesagt zu haben”. Dennoch ist es für mich eine Methode, Druck abzulassen, einfach einmal herauszulassen, was in mir grummelt und kreiselt und Bauchschmerzen macht. Und ich mache das auch dann oder gerade dann, wenn ich kein Gegenüber habe, das sich dadurch angegriffen fühlen könnte. (Ich habe ja sowieso kein Gegenüber, so als alleinlebender alter Mann.) Manchmal lasse ich auch hier den Druck raus, in einem meiner Blogs, so wie jetzt gerade.
Da ist wirklich nichts, wobei mir ein Mensch helfen könnte. Da braucht es keine Worte dazu, keine Taten. Denn das, was anzufangen ist oder aufgehört gehört, das kann nur ich ganz alleine tun, daß muß ich auch tun. Ich muß mich selbst dafür motivieren, die Aufgaben in kleine Teile gliedern, damit ich nicht vor einem einzigen oder gar mehreren Kolossen stehe, unüberwindbar, schier unbezwingbar. Den Weg teilen in kleine Abschnitte, einzelne Schritte, die nach und nach bearbeitet und getan werden können. Vielleicht beginne ich doch irgendwann nocheinmal, stringente To-Do-Listen zu erstellen und abzuarbeiten.
Vorerst bleibe ich bei meiner Liste mit Erledigungen, die möglicherweise gelingen können. So viele Punkte ich wegstreiche, so viele füge ich wieder dazu. Es stehen immer sieben Aufgaben auf der Liste. Und manchmal ergänze ich etwas Erledigtes, das ich gleich wieder wegstreiche.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 26.07.2021 waren positiv einiges Weggeworfenes, eine Anzahl von Kontakten im PIM ergänzt und korrigiert zu haben, ein weiteres gelöstes Rechnerumzugsproblem.
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Schwerter.
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Es gibt auch das genaue Gegenteil. Aber ob das besser ist, ich weiß es nicht.
Jetzt muß ich doch fragen: das Gegenteil wovon?
Vom nichts tun, sich aufraffen müssen.
Hm. Das ist bei mir zu selten gewesen oder zu lange her …
Listen sind gut zur Orientierung, setzen einen aber auch unter Druck. Unter Druck kann ich nicht arbeiten, da hilft mir manchmal, wenn jemand anderes mitanpackt.
To-Do-Liste geht bei mir überhaupt nicht. Deshalb meine Könnte-Gelingen-Variante, die eher eine Erinnerungshilfe ist.
Danke, lieber Emil!
Habe meine To-do-Liste, die eigentlich auch nur eine Nicht-vergessen-Liste ist, durch eine Könnte-gelingen-Liste ersetzt – seitdem geht es mir am Abend besser. Es stehen zwar dieselben Sachen drauf, aber „gelungen“ fühlt sich besser an als „erledigt“ und die bisher als „unerledigt“ nervenden Dinge hab ich eben am Tag nicht probiert… sie bekommen ihre Chance halt morgen!
Bin erstaunt, was eine simple Umbenennung bewirken kann! (Und das, obwohl mir durchaus bekannt ist, wie wichtig Begriffe sind, dass die Sprache das Denken bestimmt etc.)
Also noch mal Danke!
Das freut mich jetzt wirklich!