2020-096 — Sonnentag

Ich bin nicht sicher, ob das die Wahrheit ist.

To get a Google translation use this link.

 

Sonntag war heute? Aha. Keine Ahnung. Vieles ist zeitlos geworden. Zeit findet gerad jetzt nicht statt. Außerdem habe ich Sonnenhasser heute sogar Sonnenatome gehascht, nackt auf der Couch sitzend. Nichts wurde dadurch besser, nichts. Nichts. Denken. Das Denken – zumindest das Gedankenmachen funktioniert noch. Gut zudem, daß daraus noch kein Grübeln wurde. Aber Lesen und Schreiben waren heute zu anstrengend. Selbst am Computer war ich heute nur sehr selten. Wohin das wohl noch führt, dieses Abgeschnittensein. Ja, genau so fühlt es sich für mich gerade an: abgeschnitten von dem, was sonst mein Leben bereicherte, lebenswert machte. Selbst das Radio blieb heute aus. Ich suche nach intrinsischer Motivation.
 
In anderen Jahren war jetzt wohl Frühling.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 05.04.2020 ein Anruf, Putensteak, das noch vorhandene Vermissen.
 
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.

© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2020, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu 2020-096 — Sonnentag

  1. Karsten Seel sagt:

    Ja sie beginnt zu nerven die von der Obrigkeit auferlegte Isolation. Hatte ich bisher wenig Zeit – die Einrichtung diverser Nutzer für „Home Office“ und „Video Conferencing“ ließen mir wenig Möglichkeiten – aber das herrliche Frühlingswetter heute traf auch mich mit voller Wucht. Es half ein Text (gestern schon gefunden und auf meinem Blog „verewigt“):

    Achte auf deine Gedanken, sie werden zu Worten.
    Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Gefühle.
    Achte auf deine Gefühle, denn sie werden zu Taten.
    Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.
    Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
    Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
    Achte auf dein Schicksal, indem du jetzt auf deine Worte achtest.

    Dieses Zitat wird häufig dem Talmud zugeschrieben. Tatsächlich beruht der Text auf einem chinesischen Sprichwort, dass von dem englischen Schriftsteller Charles Reade (1814 – 1884) aufgenommen und ins englische übertragen wurde. Dieser Meinung ist jedenfalls die „Jüdische Allgemeine“ …

    Verlier nicht den Mut!

  2. Pingback: Die Faszien der Sozialisation | #zwand20 – Irgendlink-Blog

  3. Pingback: 2020-097 — Weite | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.