Ich hatte Gelegenheit, verschiedene eigne Notizen zu lesen.
Auf dem Schrank im Flur fand ich auch Sachen, an die ich mich nicht erinnern konnte. Die waren völlig falsch einsortiert in einem Karton mit Büchern. Und so las ich, worüber ich mir Gedanken machte, zum Beispiel:
- Mit 12 – Gedanken über ein Buch.
- Mit 22 – an Familie.
- Mit 32 – über Frauen.
- Mit 42 – über die Welt.
- Mit 52 – über den Weihnachtsmann.
- Mit 62 – zum Sockenanziehen.
Und über was werde ich mir in Zukunft noch Gedanken machen? So sehr, daß ich mir dazu etwas aufschreibe? Auf keinen Fall über altersgemäße Einschränkungen, über Gebrechen oder auch Verluste. Ich werde – so hoffe ich – leise schmunzelnd an Vergangenes, Gegenwärtiges und natürlich Zukünftiges denken, schmunzelnd oder mit diesem ganz bestimmten Lächeln einer Gewißheit …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Einst wird es darum gehen, sich darüber schlüssig zu werden, wie alt man denn eigentlich ist. Da ich sehr alte Menschen pflege, sieht man auf die Frage „Wie alt sind Sie denn?“ hin oft die berühmte Glühbirne über dem Kopf aufleuchten, bis Qualm aus den Ohren quillt. Es hilft nicht immer, ist aber eine Option, sich vom Geburtsjahr aus zum Alter voranzutasten, Ist dieses nicht mehr gewärtig, wird’s schwierig, sich gemeinsam auf ein Alter zu einigen. Dementen mit Logik zu kommen, ist Unsinn. Wenn die 95-Jährige ihre Mutter besuchen möchte, besorgt man selbstverstänlich sofort einen Fahrplan.
Mein Vater war dement; und das letzte, woran er sich immer erinnerte, war seine Arbeit als Busfahrer. Er hatte einen Münzwechsler (Galoppwechsler) und eines der letzten gedruckten Fahrplanbücher auf dem Nachttisch – das half ihm oft …
Ansonsten waren die Alten, die ich kannte, und sind die wenigen, die ich noch kenne, im Kopf immer einigermaßen fit – ich hoffe, das bleibt bei mir auch so.