Ein sehr selbstreferentieller Beitrag.
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Weshalb schrieb ich gestern: »Zeit findet gerad jetzt nicht statt«? (Ich mußte heute wirklich darüber nachdenken.) Weil ich es eben genau so empfinde. Weil mir bei mir und bei anderen Menschen etwas auffiel. Weil ohne die sonst so dichte Taktung dessen, was gemacht werden »muß« (obwohl es in den meisten Fällen nicht wirklich lebenswichtig ist), wieder eine Weite, d. i. zum Beispiel eine angemessene Dauer des Erlebens, möglich ist und auch von der Umgebung, vom Umfeld wieder akzeptiert wird. Wie getrieben und oft unsinnig es doch ohne diese Weite war, das Leben in all seiner oft überflüssigen Hektik und Vollgestopftheit. Damals, als nur die Epze-Zahl (Ereignisse pro ZeitEinheit) eine Rolle spielte. Aber so ein Leben, wie es davor war und wie es gerade jetzt wieder ist und vielen gerade unangenehm erscheint: ohne drängende Zeit und mit viel Weite …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 06.04.2020 der übergebene MP3-Player, eine kleine gläserne Sprühflasche, eine in Vertretung gekaufte Haarschneidemaschine (die letzte im Laden vorhandene).
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Münzen.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wozu braucht du die Haarschneidemaschine? Willst du deine langen Haare abrasieren?
In Vertretung gekauft, nicht für mich 😉
Das empfinde ich auch so wie du, Emil.
LG 🙋🏻♀️
Ich wünschte ich käme da mal an. Hier ist nix als Hektik, also bei mir. Schade ist das!
Ich weiß, daß viele noch immer im Hamsterrad laufen müssen … Ich weiß nur nicht, ob ich Dir diese Ruhe wünschen sollte.
Ich habe ja in dem Sinne kein Hamsterrad, ich bin nur ehrenamtlich Vorständin und da geht es immer mal wieder hoch her – zum weinen! Heute lief hier das Telefon heiß und die Mails überstürzten sich. Aaaaber am Nachmittag habe ich in meinem winzigen, neuen Gärtchen ein bisschen gewurschtelt. Ich darf einfach nicht zu früh den PC anmachen oder das Smartphone – das habe ich mir nun gemerkt, hoffentlich!
Doch, du darfst mir gerne mehr Ruhe wünsche, ich habe solche Sehnsucht danach! Aber am liebsten irgendwo in einer Hütte, mit der Möglichkeit ab und an ans Meer zu fahren und das dann wieder am liebsten mit einem Lieblingsmenschen, den es aber so auch nicht mehr gibt – tja.
Mehr Ruhe wünsch ich dann gern, aber eben nicht von dieser Ruhe.
Danke dir. Ich weiß was du meinst.
Und immer wieder solche Zeiten, anspruchslos, scheinbar endlos, scheinbar ein Einfachsosein gestattend…
Gruß von Sonja