Wenn das normale Leben abnormal wird.
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Ich habe heute vorsichtshalber einmal nachgesehen, wie lange mein Personalausweis noch gültig ist: Weihnachten 2022. Und wie kam ich auf diese Idee? Nun, hier im Land Sachsen-Anhalt ist man angehalten, einen Ausweis mit sich zu führen – und wie blöd wäre es doch, durch ein abgelaufnes Dokument in Schwierigkeiten zu geraten. Ich mußte heute aber auch nochmal einkaufen gehen. Und wunderte mich dann doch über die Uneinsichtigkeit einiger Menschen und über Unsinnigkeit mancher “Sicherheitsvorkehrungen” der Discounter: Jede einzelne Person (auch Kinder, ja, auch jedes Kind) muß einen eigenen Einkaufswagen mitnehmen, dessen Griffe bei dem einen desinfiziert und danach angereicht werden, bei dem anderen undesinfiziert zur Weitergabe von allem Möglichen genutzt werden müssen. Nun, ich habe ja mein selbstgemischtes Mittel (Brennspiritus, Wasser, Zitronensäure, etwa 80%iger Alkohol) und wurde von der die Wagenpflicht überwachenden Mitarbeiterin schon ziemlich schräg angesehen. Meine Linkshandregelung behalte ich bei. Die Zeitumstellung werde ich weitgehend ignorieren, d.h. ich bleibe bei MEZ und wechsele nicht zu MESZ/OEZ.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 28.03.2020 dreizehn Stunden Schlaf, erledigte Näharbeiten, die gebügelte und in den Schrank geräumte Wäsche.
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Und wenn ich jetzt mit meinem mitgebrachten Korb einkaufen will?
Wie absurd ist doch so eine Regelung?!
Du mußt einen Einkaufswagen nehmen. Oder Du darfst nicht rein.
Hier droht sonst Hausverbot. Mein Sohn musste auch einen eigenen Einkaufswagen nehmen obwohl er mich nur begleitet hat.
Ich verstehe die Maßnahme nicht 🙈
So ist der natürliche Abstand gewahrt.
Aber jedes Geschäft handelt anders.
Andere lassen nur eine gewisse Anzahl von Kunden ins Geschäft.
Der „unnatürliche Abstand“ 😉 I see. Bei uns gibts nur ne bestimmte Anzahl Kund:innen. Finde ich angenehmer. Und „natürlicher“ … Aber ja, es ist halt eine Frage der Organisation.
Ich glaube, das hat einfach ganz praktische Gründe. Hier dürfen sie pro qm Verkaufsfläche nur eine bestimmte Zahl von Leuten in den Laden lassen… und exakt so viele Einkaufswagen gibt’s dann halt nur. Wenn die alle unterwegs sind, müssen die Kunden vor der Eingangstür im 2-m-Abstand warten, bis Kunden (mit Einkaufswagen) wieder aus dem Laden herauskommen… Dadurch erspart sich die Security am Eingang, die Kunden im Laden immer wieder durchzählen zu müssen.
Aber für Alleinerziehende mit kleinen Kindern ist die Maßnahme schwer umzusetzen. Da haben sie hier aber auch Ausnahmen gemacht. Also die Vorschriften waren in diesem Fall nicht ganz so streng.
Ah, oke. Die abgezählte Anzahl Wagen. Bei uns zählen sie so, dass pro Person die rauskommt, jemand neu reindarf.
Lieber Emil,
unser Supermarkt hatte schon immer, auch vor Corona, Desinfektionstuecher da, wo die Einkaufswagen stehen. Wir nehmen jetzt aber immer selber welche von zuhause mit, und haben ausserdem Desinfektionsspray und Handdesinfektionsmittel im Auto. Wie es dort beim Einkauf gehandthabt wird, weiss ich allerdings nicht, weil wir seit mehr als einer Woche nicht mehr da waren. Wir haben gehoert, dass sie immer nur eine bestimmte Menge Leute reinlassen. Was aber leider immer noch nicht der Fall ist, das ist ein Spuck-/Niess-Schutz fuer die Kassierer(innen).
Gleich bekommen wir uebrigens unsere erste onlie-Bestellung and haus geliefert. Wir sind mal gespannt, wieviel der bestellten Sachen wirklich kommen, was durch Gleichwertiges ersetzt worden ist, und was ganz fehlt.
Liebe Gruesse und bleib‘ gesund,
Pit
P.S. apropos zum Desinfizieren: eine ganze Reihe der (kleinen) Schnapsbrennereien hier in den USA produzieren jetzt keinen Schnaps mehr, sondern Desinfektionsmittel.
Spuckschutz ist jetzt fast überall vorhanden.
Über die Brennereien hab ich vorgestern schon getwittert:
https://twitter.com/der_emil/status/1243242210608414723
LOL
Aber zum Glueck sind es ja wohl nur die kleinen Brennereien.
Ständig kommen neue Regelungen, da hilft es nur hinzunehmen. Es sind schließlich nur Vorgaben die die Security umsetzen muss.
Seitdem es heißt höchstens noch zu zweit oder im Familienverband nach draußen zu dürfen, nehme ich automatisch meinen Ausweis mit um nicht unsinnigerweise mehr Aufwand den Kontrolleuren zu bescheren.
Es wird auch irgendwann wieder anders.
Hier Korb (wo vorhanden) oder Wagen – sonst raus. Für mich macht das keinen Unterschied, weil ich wegen meiner Gehhilfe sowieso immer Wägen nehme, damit ich die mal ablegen kann, und ich meistens auch so viel Dinge habe, dass ich einen brauche. Schwer finde ich das für Leute, die keine andere Chance haben als mit ihrem Kindern einkaufen zu gehen, die vielleicht auch noch im Kinderwagen sitzen, man darf auch nichts mehr auf die Verdecke legen. Was für mich verunsichernd war, war, dass alle hier jetzt bitten kontaktlos und nur noch im absoluten Notfall mit Bargeld zu zahlen. Ich habe in 40 Jahren nie etwas mit Karte bezahlt. Bis zu dieser Woche. Angewöhnen will ich mir das dennoch nicht.
Ich habe zwar eine Karte, mit der ich bezahlen könnte — aber ich will eine solche nicht mit mir herumtragen.
Inwieweit „kontaktlos“ mit EC-Karte (die normale vom Konto, mit der man auch Geld abhebt) wirklich unter Kartenzahlung fällt weiß ich gar nicht, man hält die EC-Karte (geht auch mit Kreditkarten wohl) vor dieses Terminal und dann führt sich die Zahlung aus. Ich wohne in einem Hotspot, dafür, dass die dann solche Geschütze auffahren habe ich schon irgendwo Verständnis. Zumal es in einigen Läden keinen Schutz für das Personal gibt und das Personal dankbar ist – zumindest in den Läden, in denen ich war – für jede Person, die einkauft ohne ausfallend oder gar körperlich übergriffig zu werden. Da kann ich die Aushänge und mündlichen Bitten um kontaktlose Zahlung verstehen – oder die mitunter verzweifelten Nachfragen „Können Sie wirklich nur bar?“.