Alle haben ihr eigenes Handgefühl.
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Der Inhalt des Buchpaketes.
Ja! Ich konnte mich mal wieder nicht zurückhalten, als Bücher zu verschenken waren. Himmelherrgottnochmal. Es werden immer mehr. (Da fällt mir ein: Der Stapel der im #Buchjahr2020 mittlerweile gelesenen steht ja auch noch herum und harrt seiner Erwähnung hier.) Im am Sonnabend hier angekommenen und gestern geöffneten Paket lagen also fünf Bücher, die ich allesamt noch nicht gelesen habe. Auch die Buddenbrooks noch nicht! Ganz besonderer Dank geht daher an die Verschenkerin, die ich nur von Twitter kenne. (Ich schicke noch einen Dankesbrief …) In diesem Jahr werden wohl auch diese fünf Bücher von mir gelesen werden:
- Sudabeh Mohafez: Das zehn Zeilen Buch
- Jaroslav Rudiš: Der Himmel unter Berlin
- Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf
- Andrew McGahan: Last Drinks
- Thomas Mann: Buddenbrooks
Beim Auspacken fiel mir auf, daß sich alle wirklich gut anfassen lassen, jedes sein eigenes Handgefühl hat. Es gehört keines davon zu dieser anonymen Büchermasse, an die keinerlei haptische Erinnerungen bleibt. Und es sind auch alles Bücher, die ich wegen ihrer äußeren Ansicht in einem Bücherregal gefunden und zum Lesen ausgewählt hätte. Und wie ich mir die Buddenbrooks so ansah, fiel mir auch wieder die Familiensaga des Jan Koplowitz ein (Bohemia – mein Schicksal), das mir auch noch fehlt. Seit ich 1982 ein paar Stunden mit dem Schriftsteller und Heinz Quermann in der Mitropa eines D-Zuges stand, seither will ich das Buch tatsächlich lesen. Aber ich hab es noch nicht gefunden.
Natürlich wäre zu vermuten, daß in dieser Zeit des Zuhausebleibens mehr Gelegenheit zum Lesen sein müßte. Nun, ich lese viel in Straßenbahnen und Eisenbahnen – auch dafür leiste ich mir meine Monatskarte. Das bedeutet: Weniger ÖPNV fürt zu weniger Lesen. Vielleicht finde ich ja noch eine Variante, mich auch zuhause disziplinierter einem Buch zu widmen als bisher? Ich werde es versuchen. Jetzt sind die Bücherschätze erstmal im Schrank gelandet und müssen auf den Zeitpunkt warten, da ich sie in die Hand nehme und in ihnen versinke.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 23.03.2020 Datensicherung auf Papier, geschaffener Platz (ich wundere mich, wieso das immer und immer wieder so notwendig werden kann), Lesen in der Badewanne.
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Münzen.
© 2020 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich versteh dich zu gut … 😁 … Ich kann mich auch nicht von Büchern trennen und auch nur schlecht der Versuchung wiederstehen, neue anzuschaffen.
Jetzt seh ich dich vor meinem inneren Auge lesend das Treppenhaus auf & ab steigen.
(Ich Glückliche kann überall lesen. War mir nicht bewusst, was das für ein Privileg ist.)
Lesen in der Badewanne ist was ganz feines. Aber auch im Bett …
Ich gäbe was drum, ich könnte mich endlich wieder auf ein (gutes) Buch konzentrieren.
Erhliche Frage: Wie kommst Du mit Hörbüchern zurecht?
Nee, Hörbücher sind nicht mein Metier!
…“harrt seiner Erwähnung hier“ …schön ausgedrückt…Es gibt auch immer wieder neugierige Emillesermenschen!
Was treibt Dich zum Gedanken, Du müsstest Dich zum Lesen disziplinieren?
Müssen nicht. Wollen jedoch schon. Wie immer alles nicht so einfach.
Na ja, lesen bringt vielleicht eine gewisse Tages-Struktur, wenn man sich vornimmt, zu einer bestimmten Zeit ein Buch aufzuschlagen. Bei mir ergibt sich die Lesezeit sowieso spontan, aber ich leide nicht darunter, wenn ich mal keine Lust dazu habe. Ich bin so froh, dass ich gerne lese. Das hilft mir jetzt in diesen schwierigen Zeiten ganz ungemein. Liebe Grüße! Regine
Lustleser bin ich ja auch. Daher war diszipliniert sicher falsch; es sollte doch eher etwas geben, das mir zuhause die Lust aufs Buch wesentlich verbessert (im ÖPNV ist es die Geräuschkulisse, dieses „Menschengeräusch“, das mir ein echter Wohlfühlfaktor ist).
Die Bohemia ist wirklich gut. Steht bei mir auch im Bücherschrank und wurde wohl schon 3 Mal von mir gelesen … Könnt ich dir mal borgen, verschenken will ich es nicht.
Gruß Karsten
Sehr schön. Aber ich besorg mir die auf alle Fälle selbst. Hat das andere Bohemia etwas damit zu tun?
Wenn du mit dem „anderen Bohemia“ Tschechien meinst ja. Das Hotel steht an der tschechischen Grenze und die Familie stammt ursprünglich aus Böhmen.
Das Buch ist im Übrigen bei Booklooker für schmales Geld zu haben. Ich könnte es da für dich erwerben und dir schenken …
Wurde das Buch nicht auch verfilmt?
Ich meinte das vorher erschienene „Der Kampf um die Bohemia“.
Ich lese lieber, als daß ich FIlme sehe. Und manches jage ich gern selbst. (Aber gegen manches kann ich mich ja nicht wehren.)