Jetzt bloß nicht “dem weisen Spruch/dem Brauch von alters her” folgen.
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Das Schlimme ist, daß ich Angst bekomme, nein, daß ich schon Angst habe. Und ich weiß noch, wie ich vor fast 20 Jahren meine Ägste “überwinden” konnte. Nein, das funktionierte nie; ich betäubte mich und brauchte dann immer mehr, immer mehr. Erst eine Flasche, dann zwei, dann drei am Tag – und erst da bemerkte ich, daß es so nicht weiterging. Ich wurde nie trocken, will das auch noch immer nicht werden, aber ich konnte zur Normalität zurückkehren (doch, das geht, ich brauche keine Belehrungen darüber, daß das wissenschaftlich und sonstwie betrachtet unmöglich sei). Jetzt wachsen die Ängste und damit die Anstrengungen, der Versuchung zu widerstehen. Und deshalb gehe ich zum Beispiel hier im Viertel umher. Deshalb ist es für mich notwendig, rauszugehen aus der Hütte, eben nicht nur verängstigt und trübsalblasend am Rechner zu sitzen oder herumzuliegen. Ach, wie bequem es mir grad wieder erscheint, die Sorgen einfach wegzusaufen … (Und ich weiß, welche Mengen ich dafür benötigen würde.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 18.03.2020 der Besuch beim Hausarzt, die gelungene Auffüllung der normalen Verbräuche, der Versuchung wieder widerstanden zu haben.
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Schwerter.
© 2020 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Tu es nicht!
Deswegen ja das alles …
Ich wünsche dir Standhaftigkeit. 🍀
Ja, ich hab es im Griff, wirklich. Sogar ans Bier geh ich grad nicht, das hier herumsteht.
Das ist schön Emil.
Wenn dir reden hilft, gerne.
Jeder muss persoenlich wissen, wie er damit umgehen kann. Und wenn Du es auf Deine Art kannst, dann gut so.
Liebe Gruesse, und bleib‘ gesund,
Pit
So gesund, wie ich eben bin, bleib ich auch. (Und ganz viele Dinge sind einfach nur Kopfsache, schlußendlich.)
Ach, Emil, hier liegen noch Federn und Tinte und ein Schleifstein… Ich hätte dir das alles gerne persönlich gegeben, aber ich werde es wohl nun doch schicken. Es muss nur mal jemand mit zur Post nehmen.
Ich finde es gut, wie du um dich kämpfst, Emil. Das darf alles nicht in der Angst untergehen. Nein.
Da hockt nun jeder in seiner Stadt und so schnell kommen wir da auch nicht raus. Aber telefonieren können wir. Oder?
Aber nicht mehr heut. Freitag, zur Kaffeezeit?
Ich freue mich dass Du standhaft bist, ich habe sehr viel Leid durch Alkohol erlebt und denke immer wieder, das ist er nicht wert. Manchmal ist Leben auch ein Leben „trotz- alledem“, mutig Schritt für Schritt für Schritt…
Hab es gut!
Ich bin kein „trockener“ Alkoholiker, nein, selbst Fachleute sind der Meinung, daß ich eben nicht (mehr?) süchtig bin. Ich habe lange Zeit auch Protokoll geführt …
Danke.
Ich wusste bisher nicht dass das geht. Umso mehr danke fuer die Aufklaerung in Deinem Beitrag.
Liebe Gruesse und halt‘ Dich wacker,
Pit
Like a cigarettes smoker who changed to pipe (NO INHALATION NEVER EVER, but this smell and flavour …)
Du schaffst das !
Ja.
Ach du.
Schreiben gegen die Angst ist nicht das Schlimmste. Möge es helfen. Und das Rausgehen auch.
Hoffentlich brauchts keine Ausgehverbote und wir alle bleiben & werden vernünftig. Für uns, für dich.
Selbst bei Ausgehverbot … Dann übernehme ich die Gassigänge für einen der Hunde hier im Haus.
Oh, ja, eine Zeit, in der man sich einen Hund wünscht. Ha.
Natürlich machst Du Dir Sorgen! Und dass die nicht weg gespült werden können, weißt Du ja selbst. Ich habe auch Angst. Ich möchte am liebsten tonnenweise Schokolade essen, kämpfe aber dagegen an. Ich weiß ja, dass sich die Sorgen damit auch nicht unterkriegen lassen. Mir hilft es, mich draußen zu bewegen. Drücken wir mal die Daumen, dass wir keinen Hausarrest bekommen. Liebe Grüße! Regine
Danke.
😥