Wissen und mehrdimensionale Branen.
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Ich weiß zum Beispiel, daß ich nicht alles verstehen muß, egal, wie sehr ich manches auch verstehen will; und dann ist da noch all das, was ich nicht verstehen kann. Weil mir dazu die notwendige Abstraktionsfähigkeit oder die dazu erforderliche Vorstellungskraft fehlen. Es gibt sogar einzelne Dinge, zu deren Verständnis mir beides gleichzeitig fehlt, wie zum Beispiel die Brane-Theorie des mehrdimensionalen Multiversums oder topologische Probleme in gefalteten Dimensionen. (Nein, das muß wirklich niemand verstehen, wirklich niemand.)
Und dann ist ja auch noch das Problem des Wissens. Was ist Wissen, menschliches Wissen überhaupt? Und wieso beschäftige ich mich gerade jetzt damit?
Vielleicht lese ich zuviel, zuviel durcheinander. Vielleicht interessiert mich das Thema Wissen auch “nur” im Zusammenhang mit den Erinnerungen. Seit 2011 immer wieder meine, eigene Erinnerungen. Sie waren noch nie vollständig widersprüchlich. Und doch vermute ich, daß meine Erinnerungen keine objektive Wiedergabe der realen Abläufe sind; und was ich zu wissen glaube (aus meiner Erinnerung heraus), das ist …
Und da bin ich wieder: Was ist Wissen (nein, nicht die Wikipediadefinition)?
Ich weiß, ich bin im Moment etwas sehr auf mich bezogen beschränkt …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 24.01.2019 waren positiv Nudeln mit außergewöhnlicher Soße, Treffen mit der allerallerallerbesten Freundin, Tomaten am Abend.
Die Tageskarte für morgen ist der König der Stäbe.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ach du … *verstehendnick*
Je näher ich mich mit Erinnerung und Wissen befasse, desto verschwommener wird deren Begriff …
Das du dich gerade sehr mit dir selbst beziehst/beschränkst ist doch auch positiv: vielleicht ist gerade einfach der richtige Zeitpunkt für solche Überlegungen… Es wirkt als komme gerade was zu Tage, das lange gut versteckt war. Lass dich nicht überrollen, aber lass dich auch nicht einschüchtern! Liebe Grüße, Anna
Aber hier, hier hätte ich gern mehr vom Anderen. Ach!
Ich konnte es früher nie verstehen, dass mein Mann in einigen Punkten ganz andere Erinnerungen hatte als ich. Ich dachte, will nur recht haben und lügt deswegen. Er fand, dass ich mich nur an das erinnere, an das ich mich erinnern will. Heute weiß ich, dass jede (r) ihre/ seine eigene Wahrheit wahrnimmt und erinnert. Meine Erinnerung ist zudem auch noch sehr flexibel, das hat sich auch herausgestellt, leider. Ich denke, das geht uns allen mehr oder weniger so. Du fragst, was ist Wissen? Das weiß ich auch nicht! Trotzdem liebe Grüße! Regine
Oh. Purer Sprengstoff, diese Frau-Herr-Erinnerungsdifferenz. 😉
Ist die Frage nach dem Wissen nicht die logische Konsequenz aus dem Erkennen, was Erinnerung eigentlich ist?
Das hat vielleicht etwas mit den biochemischen Vorgängen im Gehirn zu tun, dazu müsste ich mein Wissen erweitern!
Überwiegend herrscht doch die Ansicht,
dass es mit der Wissensverteilung (oder der Intelligenz) gerecht zugehen würde,
weil fast jeder glaubt, genug davon zu haben.
Es gibt auch (lobenswerte) Ausnahmen.
😉
Ich befürchte (!), die meisten glauben, überdurchschnittlich intelligent zu sein.
„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“
Marie von Ebner-Eschenbach