Ungewollt beachtet.

Ultreïa! Tag 9 – Zwischenmeldungsanekdote vom #oekuweg

 

In Großenhain wurde ich in der Marienkirche unfreiwillig Bestandteil einer Führung für englischsprachige Jugendliche:

Nichtsahnend betrat ich das Gotteshaus, das direkt an meinem Weg durch die Stadt hindurch liegt. Ich hatte sowieso zuwenig Pause gemacht bis dahin und glaubte an einen Moment der Stille. Aber nein. Ein Mann erklärte Jugendlichen in sächsischem Englisch, daß er nur einmal im Jahr vom Kanzelaltar predige, nämlich zu Weihnachten. Und dann, auf mich zeigend (sinngemäß, nicht wörtlich): “Look at this man. He is a pilgrim on his way to Spain, to Santiago de Compostella. The Jacobs Oyster (okay, das ist wörtlich!) on his backpack is the symbol for that. Many people are on pilgrim the Ökumenischer Pilgerweg just in front of our church.”

Und etwa 25 Jugendliche sehen mir zu, wie ich den Rucksack absetze, die Muschel extra nochmal richte und mich dann in einer Kirchenbank niederlasse …

 

Ich glaub, ich wurde sogar fotografiert.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgerte weiter und dankt für’s Lesen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Ungewollt beachtet.

  1. Arabella sagt:

    Weiter, immer weiter. Ich bastle schon an einem Geschenk, dass du bekommst, wenn du es schaffst!

  2. wildgans sagt:

    Eine schöne kleine Stationserzählung!
    Muschel richten – wie geht das?

  3. Pingback: Hektischer Lärm. Nº 229 (2016). | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

  4. puzzleblume sagt:

    Herrlich!
    Das Spiel um Symbole und Schlüsse daraus scheint ein Thema zu sein, auf deinem Weg.

  5. Sofasophia sagt:

    Hihi, du wirst nun auf ewig deren Bild eines Pilgers geprägt haben.

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