Gemeinsame Grundlage von Wahnsinn und Genie
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«Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich nah beieinander.
Und das hat einen Grund. Ein internationales Forscherteam hat jetzt bestätigt, dass psychische Störungen und Kreativität in den Genen zusammen auftreten.»
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Soso. Jetzt sei es also bewiesen bzw. es existiert für diese Korrelation eine akzeptable, bisher unwiderlegte Theorie. Kreative sind häufiger psychisch auffällig – und psychisch Auffällige sind häfiger kreativ. Ich weiß ja für mich, daß genau das stimmt, denn ich habe wahnsinnige Ideen zuhauf und eine passende psychologische/psychiatrische Diagnose. Und das liegt daran, daß Kreativität und Schizophrenie/Bipolare Störung (wahrscheinlich gilt das sogar für noch mehr anerkannte Diagnosen) eine gemeinsame Grundlage haben: Die genetischen Merkmale für die Krankheit finden sich signifikant häufiger bei Künstlern, und zwar 17 % öfter als bei einer durchschnittlichen Menge Menschen.
Sortiert die Natur “schlechte”, also Krankheitsgene nicht mit der Zeit aus dem Genpool aus? Nun, mit der Kreativitätssequenz ist das nicht geschehen. Und das weist darauf hin, daß Kreativität für die menschliche Entwicklung eben viel günstiger (und damit wichtiger) ist als die Belastung durch das Risiko der psychischen Störung.
Das nenne ich ja endlich einmal einen positiven Ansatz, mit uns bekloppten Künstlern umzugehen. Sogar einer, mit dem ich mit mir selbst jetzt wissenschaftlich begründet gut zureden kann: Ich mach‘ Kunst – ich mag ein Psycho sein – aber genau das ist gut so für die ganze Menschheit! Und gehört habe ich das alles beim Schreiben an einem anderen Text, eher nebenbei; erst beim zweiten Mal habe ich tatsächlich verstanden, was da im Radio gesagt wurde
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 9. Juni 2015 war ein kleiner Erfolg auf Arbeit.
Tageskarte 2015-06-10: Das As der Kelche.
© 2015 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


natürlich ist kreativität wichtig. es hat in der menschheitsgeschichte immer wieder individuen geben müssen, die nicht in festgefahrenen bahnen denken und nicht tun, was alle anderen tun. um weiterzukommen und neues zu entdecken, müssen die alten pfade verlassen werden. neue gedanken, ideen, ausprobieren.
wobei da sicher ein gewisses gleichgewicht zwischen „verrückt“ und „kreativ“ gehalten werden muss. wenn die psychische störung zu stark ist, kann die kreativität nur schwer sinnvoll genutzt werden, glaube ich. aber „ein bisschen verrückt“ ist vielleicht gar nicht mal so schlecht 😉
Oh, hätte den Blog ja fast rebloggt. Aber gut, und weiterhin viel Kreavität. ^^