Eine Liste von Worten, die mir unmotiviert im Kopf herumgeisterten
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Gestern war ein seltsamer Tag. Zumindest, wenn ich zurückblicke auf das, was in meinem Kopf vor sich ging. Nachdem ich nämlich schon mit zwei seltsamen Worten erwachte, schrieb ich auf, was sich noch so einnistete über den Tag. Alles Worte, die mich beschäftigten, Worte, die mir irgendetwas sagten, an das ich mich aber jeweils im Moment nicht konkret erinnern konte, die ich mir aber auch nicht vom Internet erklären lassen wollte.(Jetzt, da ich sie hir notiere, weiß ich natürlich wieder etwas zu dem einen oder anderen davon; allein: ich mag sie als mir von meinem Geist vorgelegte Rätsel stehenlassen …)
- Opodeldok
- Basa
- Hogestrat
- eskamotieren
- indigniert
- Marsberg
- intersystem crossing
- Schandholz
- Bockelmann
- Stagflation
- Lautverschiebung
- Trägheitstensor
- Traufhöhe
- coram publico
- Supersymmetrie
- Pertinax
- “Ick seih di in’n Glase!”
- Ruußbuttngung
- Bifurkation
- herzynischer Bergmischwald
Woher kamen die? Aus der Versenkung. Nein, nicht ich hatte mich in Kontemplation versenkt, ich war eher verstört ob der Brocken, die mir mein Hirn hinwarf. Friß oder versteh‘ eben nichts. Aus irgendeiner Untiefe in den Schluchten des Geistes krochen sie hervor, die Worte. Und kreisten, polterten in mir herum. Ich ließ sie gewähren, den ganzen Tag über, notierte sie nur in der Kladde.
Spätabends saß ich dann im Sender und sah mir diese Liste an. Schüttelte den Kopf, nickte wohl auch bei dem einen oder anderen Wort. Lächeln allerdings ließ mich nicht eines davon.
Wobei es bestimmt nicht zu verachten wäre, kämen mir Worte in den Sinn, die mich den Tag über zum glücksseligen Lächeln brächten …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 28. März 2015 waren die geschaffte Hausarbeit und eine trotz Chaos gute Schicht im Sender.
Tageskarte 2015-03-29:
© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wow, die Worte inspirieren mich. Manche kenne ich gar nicht und schon denke ich nach, mein Kopfkino beginnt….
Das geflügelte Wort aus den Küstenregionen (4. v.u.) und das erzgebirgische (3. v.u. – wie peinlich, daß ich an ihm rätselte!) … Na, auch der Opodeldok … Eigentlich weiß ich heute mit allen wieder etwas anzufangen 😉
Heute wünsch ich dir viele dich glückselig lächeln lassende Wörter. Oder kontemplative Stille – kann ja auch glückselig machen.
Habs gut!
(Ein ganz bestimmter Satz aus sechs Worten würde beides bewirken.Heute zumindest.)
moin. .. in deinen kopp würd ich ma gern kucken. 😝
deine schreibe empfinde ich als sehr amüsant, interessant und oft nachdenklich machend.
danke, dass du dich mitteilst.
glg, zehn
Hehe! Tust Du ja, wenn Du hier liest 😉
Und: Vielen Dank.
mein Lieblingswort aus Deiner Liste: Opodeldok. Ich habe die Augsburger Puppenkiste geliebt.
Hab ich als Kind garnicht soooo sehr gemocht. Ich sah lieber Professor Flimmrich, Meister Nadelöhr & andere DDR-Kindersachen.
Gabs denn die Mumiens und den Kater Mikesch in der DDR überhaupt?
Mikesch … Mikesch wohl schon. Aber die anderen, nein, das gleube ich nicht.
„Jan und Tini“, zwei Puppen, die in einem Tretauto durch die Republike fuhren und viel erklärt bekamen, die waren großartig.
Auf jeden Fall inspirierend, dieser Wortsalat. Mit dir hat es offensichtlich viel zu tun, viel gemacht, hervorragende Frühlingserweckungen…:-)
Das Schwerste war das Nicht-Nachsehen …