Dialog mit meinem Gehirn (60/305)

Durchwachte Nacht. Wiederholung nicht erwünscht.

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Na Scheiße. Und nun? Da hab ich nach ein paar Tagen mit Nicht-Eigenem und (meiner Meinung nach) eher schwachen eigenen Beiträgen jetzt zwei (meiner Meinung nach wesentlich) ernsthaftere und (meiner Meinung nach wesentlich) bessere Texte rausgehauen. Und nun? Jaja, wie mache ich denn nun weiter? Denn noch so einen Text bekomme ich heute nicht hin. Echt nicht. Auch morgen nicht. Glaube ich. Also was bitteschön tu ich jetzt, um die Ansprüche – Meine? Die meiner Leserinnen und Leser? – zu erfüllen? Na?

Komm schon, Hirn, laß was raus! Krall Dich nicht fest an diesem einen Thema, an dem Du schon seit Wochen herumgrübelst. Was? Das muß erst geklärt werden, ehe was Neues, was Anderes kommt? Oder ich soll Dir zumindest einen Hinweis … Ja mein Gott, wo soll ich den denn hernehmen? Normalerweise kommt der ja aus Dir, Du Gehirn, Du! Aber Du weigerst Dich ja gerade, auch nur irgendetwas anderes als tausend Tode Dir auszudenken. Da nützt es mir auch nichts, wenn ich draußen herumstromere. Die Kamera hab ich ja wohl auch umsonst spazierengetragen, weil Du nichts von dem Gesehnen auch nur einer einzigen Idee für würdig hieltst. Danke, Gehirn, danke sehr!

Jaaaaaa, aber nachts! Da mußt Du dann rumspielen und mir die wüstesten Träume bescheren. Na nochmal danke! Ich wollte ja nur schlafen, damit wenigstens der Körper sich einmal, EINMAL NUR!!! eine ganze Nacht lang erholen kann, zur Ruhe kommt. Neeeeeeeiiiiiin. Das geht nicht! Das geht überhaupt nicht! Da läßt Du es hier jucken und dort kribbeln; wenn ich mal am Einschlafen bin, sorgst Du für das heftigste Zucken in meinem Beinen, das ich je erlebt habe. Jaja, mach mich ruhig fertig! Weißt Du was? Wenn Du so weitermachst, schicke ich Dich in Rente, zur Kur oder dorthin, wo der Pfeffer wächst. Oder ich bring Dich mit 72 Stunden RTL2 dazu, wieder etwas anderes zu bearbeiten als dieses eine Thema. Du glaubst mir nicht, daß ich das fertigbringe? Dich so zu malträtieren? Aaaach, komm, Du weißt doch selbst, daß ich Sadist bin – das kann ich doch auch mal gegen Dich sein. Du glibberiges Stück Schädelfüllung, Du.

Was? Jetzt willst Du streiken? Ganz streiken? Einschließlich aller vegetativen Prozesse? Nein, die nicht? Erstmal stellst Du auf müde, meinst Du. Naja, dann mach mal. Ich bin hellwach heute, da wirst Du ganzschnnnnnnnnnnnnnnnnnn

Leise Schnarchgeräusche hörbar …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 28. Februar 2015 waren der beherzte Druck auf den Senden-Knopf und ein sehr, sehr angenehmes Telefonat.
 
Tageskarte 2015-03-01: XVIII – Der Mond.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Dialog mit meinem Gehirn (60/305)

  1. Sofasophia sagt:

    Träum was gaaaaaanz ruhiges. 😉
    Klasse Getippsel!

  2. S. Meerbothe sagt:

    Glibberiges Stück Schädelfüllung?
    Du hast wunderbare Ideen. Das werde ich mir auf Halde legen. Und wenn Du nicht hinsiehst, kackfrech verwenden 😀

    Guten Morgen und danke für diesen Post. Ich find ihn toll!

    Liebe Grüße,
    Silvia

  3. SUBART sagt:

    Das ist die ganz normale Paranoia wenn Du Stress hast. Du solltest ein Medikament nehmen das Dich beruhigt. Versuchs mal mit ner Überdosis Baldrian

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