Das Alter schlägt den Mann auch beim Chamäleon-Baum
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Als ich gestern gegen Mittag aus dem Fenster schaute, hatte ich eine großartige Idee für den heutigen Blogbeitrag. Die Entdeckung der neuen Art “Chamäleon-Baum” ist nun zwar erfolgt, aber nicht dokumentiert. Mist.
Vorm Haus steht neben dem Wartehäuschen – es soll wahrscheinlich eines sein, aber hier in der Stadt werden die so gebaut, daß sie weder Schatten spenden noch Schutz vor Regen und Schnee bieten – jedenfalls steht neben diesem Gebilde ein Baum. Der hat schon seit einiger Zeit gelbe Blätter, die sich immer weiter dem Farbton des Blechdachs anpaßten. Jetzt sind die Blätter rostrot und rostbraun und lassen sich kaum noch erkennen, wenn sie vor dem Dach des Wartehäuschens hängen oder gar darauf liegen.
Ja, ich weiß, der Baum würde sein Laub nicht rosa oder violett oder chamoix werden lasse, nur weil etwas unter ihm eben rosa, violett oder chamoix aussieht. Doch so als Idee, dachte ich, so als Idee ist das chamäleonisierte Dasein doch interessant – auch für Pflanzen und Menschen und Pferde beispielsweise. Panzer und anderes Kriegsgerät sollte die Fähigkeit zum Farbwechsel nicht haben und prinzipiell in grellila gestrichen werden müssen. Und (ich hab es schonwieder damit) Uniformen haben rosa zu sein, alle. Hach, das wären tolle Heere, Marinen und Luftwaffen. Zumindest von der farblichen Gestaltung her.
Oh, da bin ich schonwieder ganz weit weg vom Thema. Der Chamäleon-Baum. Der steht vorm Haus. Ich wollte ihn für den heutigen Beitrag photographieren, einfach drei Bilder (Übersichts- und zwei Detailaufnahmen) herzeigen können. Und seht ihr welche? Na? Nein? Wirklich nicht? Okay, dann ist ja alles in Ordnung, niemand halluziniert, keiner hat meinen Blog gehackt. Denn ich habe einfach vergessen, die Kamera in die Hand zu nehmen; bzw. ich hatte irgendwann die Kamera in der Hand, wußte nicht, was ich damit anfangen wollte und packte das Gerät wieder ein.
Und so geschah es, daß ich zwar Entdecker des Chamäleonbaumes bin, es aber nicht beweisen kann. Und ehe ich heute oder morgen dazu komme, die Aufnahmen nachzuholen, hat es jemand anderes schon getan. Tja, das Alter macht sich wohl doch bemerkbar.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 8. Oktober 2014 waren der Morgen, der Vormittag, der Abend.
Tageskarte 2014-10-09: Die Fünf der Stäbe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


ich sah sie trotzdem vor mir, diese bäume, denn du hast sie ja so farbig beschrieben … 🙂
pinke armeebekleidung finde ich herrlich-lächerlich.
Wie Sofasophia schreibt, Deine Beschreibung ist so gut, dass man es sich wunderbar vorstellen kann.
Tja, und das mit der Vergesslichkeit, das kenne ich allzu gut.
Nicht nur, dass ich immer mehr Ereignisse vergesse, so stehe ich immer öfter wo im Raum und weiß nicht mehr, was ich gerade wollte. Manchmal hab ich echt schon gewisse Bedenken deswegen.