Viel Wind um etwas, das mich nicht (mehr) betrifft
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Es rauscht ja seit einiger Zeit im Blätterwald und in anderen Medienlandschaften um den einen, großen Online-(Buch-)Händler herum. Der würde von den Verlagen so hohe Nachlässe fordern, daß die Autoren nicht mehr bezahlt werden könnten – oder so. Ist das (für aufgeklärte Leser und Buchkäufer) wirklich eine Nachricht, die so breitgetreten werden muß? Erleb(t)en wir Ähnliches nicht immer wieder mit sogenannten “marktbeherrschenden” Unternehmen, die dann und wann auch noch “systemrelevant” –lies: zu groß, um sie einfach untergehen zu lassen – sind? Aber warum machen wir das denn alle mit?
Wißt ihr was?
Diese Firma war nur ein einziges Mal wirklich interessant für mich: Als ich dort zu einem Einstellungstest war. Die vorgesehenen Tests hatte ich alle mit Bravour überstanden, aber dann! Dann sollte ich mit den anderen einmal zu meinem zukünftigen Arbeitsplatz gehen, in Leipzig. Über einen in etwa 3 m Höhe über dem Boden in der Halle umlaufenden Gitterroststeg! Ich! Mit Höhenangst! Nein, das ging nicht, und die Höhenangst stand dann auch als Grund für meine Nichteinstellung im Schreiben, mit dem meine Bewerbung beantwortet wurde.
Sonst brauche ich dieses Unternehmen nicht. Ich finde Bücher auf der Straße, in “Bring-und-nimm-mit”-Kisten, im Umsonstladen und und und … Sollte ich wirklich einmal ein Buch kaufen wollen oder müssen, dann tu ich das mit Hilfe des Zentralen Verzeichnis‘ Antiquarischer Bücher meist sogar noch über einen lokalen Buchhändler, der dort Mitglied ist (und auch antiquarische Bücher handelt). Damit gehe ich auch den anderen “Großen” der Buchhändlerei (Th**ia, H**endub** usw.) aus dem Weg.
Aber mag doch jeder einkaufen, wo und wie es am bequemsten und genehmsten ist. Klar ist dieser Juice-shop günstig, liefert schnell und was weiß ich, was der noch für Vorteile hat. Aber ich? Ich kaufe nicht bei denen, habe es noch nie versucht. Auch die E(kel)-Bucht ist mir ein Graus. Sowieso kaufe ich in der Regel nicht online. Nein. Ich geh‘ in einen Laden. Immer. Für fast alles. Nur in Ausnahmefällen bestelle ich im Versandhandel. Ehrlich. Quelle-Kunde war ich auch nur ganz kurz …
Wie war das: “Support your local dealer!” Global denken, lokal handeln. Für mich trifft das auf alle Fälle für die (Buch-)Handelei zu. Und nicht vergessen: Bibliotheken existieren beinahe überall …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 17. August 2014 waren das Ausschlafen, die Anzahl der gescannten Zettel und der Abend.
Tageskarte 2014-08-18: Der Ritter der Kelche.
© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich kaufe meine Bücher gebraucht, allerdings online (e*bay, medim*ops usw.), nur wenn ich ungeduldig bin, kaufe ich neu. OK, davon hat der Buchautor nichts, aber auch kein großes Konzern. Allerdings kaufe ich viele Dinge online, da ich so viel Zeit sparen kann und nach der Arbeit keine Lust habe diverse Lädenabzuklappern um das zu finden, was mir besonders gefällt.
Private Buchhandlungen gibt es kaum noch, zumindest in meiner Gegend.
Hier in Halle (Saale) gibt es mehrere private Buchläden, an denen ich oft vorbeikomme. Und ich hab ja auch mehr Zeit …
Ich lebe auch sehr gut ohne eine Konto dort zu besitzen. Ein einziges Mal habe ich ein Buch gesucht, das es nur da antiquarisch gab und das hat mir dann mein Buchhändler bestellt. Bücher kaufe ich nur im Buchladen auf unserer Insel, auf Flohmärkten oder auch mal bei Eb*y, wenn es es da gebraucht bekomme. Da ich eigentlich nur Second-Hand Klamotten kaufe, mache ich dieses oft ebenfalls über Eb*y, aber auch hier gehe ich am liebsten in meinen Second Hand Läden in Hamburg stöbern und auf Flohmärkten bin ich fast jedes Wochenende zu finden, wenn ich Zeit habe. Ich kaufe schon auch online, aber neue Bücher nur im Buchladen, denn wir haben einen wunderschönen hier auf der Insel und selbst wenn es mal ein Buch ist, das bestellt werden muß, habe ich es nächsten Tag, ohne Versandkosten. Wer bei amaz*n kauft, sollte dann nicht über das Sterben der Buchläden jammern
Genau das ist es. Die verbliebenen Händler leiden oft darunter, daß sie die Beratung übernehmen und die Leute dann online kaufen …
es sind aber nicht nur die Händler, die leiden. Es werden Verlage unter Druck gesetzt, die Beschäftigten mies behandelt…. das alles ist hinlänglich bekannt und trotzdem bestellen die Leute da noch. Ich finde es eben nicht egal, wo man was kauft
recht hast du. als ebookleserin leihe ich mit bücher bei on**leihe und die papierbücher in der bibliothek. kaufen? mal da, mal dort. aber nie mehr bei a*******. schon lange nicht mehr. weder bücher noch sonst was.
ebook — nein, ist nicht meine Sache. Ich brauch tatsächlich Papier zum Blättern. Und: Ich kann auch ohne Strom lesen! Dafür lohnt sich der Ausdruck von 60 Seiten durch<aus.
Solange man Bücher noch in der Buchhandlung kaufen kann, tue ich das ausschließlich. Aber die um die Eckebuchhandlung ist schon lange verschwunden – sehr schade! Schon deswegen gehe ich in jede Buchhandlung, die mir auf dem Weg liegt. Ich lasse mich gerne beraten und fachsimple gerne mit den ausgebildeten Fachkräften. Letzte Woche konnte ich einer Buchhändlerin mehrere Bücher empfehlen – sie war ganz begeistert…
Onlinebuchhandlungen brauche ich nicht! Wirklich nicht? Vielleicht doch, wenn ich endlich mein eigenes Buch fertig habe!
Ja, alles hat zwei Seiten; und mir wird es mit meinem ersten Buch wahrscheinlich wie Dir gehen: Ohne die Internethändler geht’s nicht.
Ich gebe zu, dass ich schon dort bestelle. Aber nicht nur. Ich versuche ein bisschen die Waage zu halten zwischen online, Buchhändler und Flohmärkten.
Da ich aber auch auf ebooks umgestiegen bin (ebenfalls nicht nur), ist online ja kaum zu vermeiden.
Auch ebooks kann man so kaufen, das der Buchhändler um die Ecke noch was davon hat.
Danke für den Tip. Da kenne ich mich zu wenig aus und werde mich mal danach erkundigen.
Hier im Umfeld gibt es leider nur mehr einen privaten Buchhändler und ich würde ihn natürlich sehr gerne unterstützen.
Es ist sicher auch eine Frage des Wohnorts: In einem Almdorf wird es mit Buchhandlungen bestimmt nicht so gut aussehen …
ebooks kaufen — dagegen sträube ich mich noch.
Direkt in meinem Bezirk schaut es auch nicht mehr gut aus mit Buchhändlern. Es gibt nur mehr einen. Und ich habe ja jetzt von Frau Momo den Tip gekriegt, dass man auch über Buchhändler ebooks beziehen kann.
Ich weiß, dass viele Bücherfreunde ebooks nicht mögen. Ich selber mag auch in gewisser Weise die „richtigen Bücher“ lieber. Sie fühlen sich besser an, riechen anders, sind schöner als so ein technisches Gerät. Aber was das lesen selber betrifft, so habe ich herausgefunden, dass es auf einem ebook Reader für mich komfortabler ist. Meine Augen ermüden dabei nicht so leicht. Ich kann mir die Schriftgröße verstellen und das Wichtigste für mich ist die Hintergrundbeleuchtung. Wenn ich ein Buch lese, brauche ich es punktgenau sehr hell. Dieser Umstand ist nicht überall gegeben. Bei schummrigen oder schwachen Licht kann ich nicht lange lesen. Mir tun die Augen und danach auch der Kopf weh. Und – es klingt komisch, ist aber so – ich werde schläfrig. .-) Beim Reader kann ich es mir optimal einstellen und kann auch mal abends draußen im Dunkeln auf dem Balkon sitzen und lesen. Und auch so finde ich noch einige Vorteile daran, aber das würde hier nun den Rahmen sprengen.
Sagen wir mal so: richtige Bücher sind was Schönes, ebooks samt Reader was Praktisches. 🙂