Möglichkeit zur Einflußnahme
To get a Google translation use this link.
Gestern war der 25. Mai 2014 – jedenfalls für mich. Ich nämlich bin zwar zu faul, am Wahlsonntag ein Wahllokal aufzusuchen, aber wählen möcht‘ ich schon gern. Deshalb tat ich das gestern per Briefwahl. Bei beiden Wahlen, Kommunal- und Europawahl, beschlich mich allerdings der Verdacht, daß die Wahlzettel umgekehrt proportional zum Wahlwerbungsinhalt wachsen – und die Schrift ist so groß wie die Wahlprogramme konkret sind.
Europawahl. Und regiert wird Europa trotzdem von der EU-Kommission – einem Gremium, das nicht demokratisch gewählt werden kann. Lohnt sich das Wählen da überhaupt?
Bei der K6mmunalwahl stellt sich die gleiche Frage. Am Ende ist sicherlich nicht genug Geld da, auch nur einen geringen Teil der Wahlversprechen umzusetzen. Dabei werden den Kommunen immer mehr Aufgaben (Pflichtaufgaben wohlgemerkt) von Bund und Land übertragen; vergessen wird aber regelmäßig die dazugehörige finanzielle Ausstattung. Egal, wen ich wähle: Keiner der 56 gewählten Stadträte wird das Defizit im Stadthaushalt abbauen können.
Ich empfehle daher allen Kommunen, den Ländern und sogar der Bunten Republik, daß einfach der Schuldenberg ins Hauhaltsloch geschaufelt wird – schwupp! Alles ist ausgeglichen.
Wählen ist trotzdem die einzige Möglichkeit – neben dem Gewähltwerden oder der Bezahlung von «Beratungsleistungen» – selbst auf die Politik einzuwirken.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 7. Mai 2014 waren die erledigte Wahl, eine erfolgreiche “Reparatur” im Studio Drei und ein langes Telefonat.
Tageskarte 2014-05-08: Die Fünf der Münzen.
© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Was mir spontan dazu einfällt: Würden Wahlen etwas ändern, wären sie verboten.
https://www.flickr.com/photos/-amelie-/9881283056/
„Dieses Photo ist privat.“
ups. sorry.
Mein Umschlag geht heute in die Post. Bei uns steht neben der EU-Wahl noch der Volksentscheid zum Tempelhofer Feld auf der Agenda. Mein Herz schlägt nicht nur rein anatomisch links (obwohl es, nimmt man es ganz genau, eher mittig sitzt), und beim Tempelhofer Feld stimme ich für die Initiative und gegen den Gesetzesentwurf des Senats. Wählen ist für mich ein Muss – selbst wenn ich ungültig wählen würde, hätte ich eine Wahl getroffen.
Wie war das nochmal: Nur die ungültige Stimme kam beim modifizierten D’Hondtschen Verhältniswahlrecht und beim Hare-Nieneyer-Verfahren bzw. kommt beim Sainte-Laguë-Verfahren keiner Partei zugute …
Ändern wird sich auch bei dieser Wahl wahrscheinlich wieder nicht viel bzw. nichts.
Na ja… Mit dem letzten Satz bin ich nicht ganz einverstanden. Es gibt noch mehr Möglichkeiten um, kurz- oder längerfristig, Einfluss zu nehmen. Beispielsweise was Du tust als Mitläufer bei Behördengängen, Moderieren und selbst beim schreiben von Artikeln in Blogs… All das kann etwas bewirken. Das gesprochene, oder geschriebene Wort ist immer ein Anfang,,,
Ich hätte „ziemlich unmittelbar“ einfügen sollen …
Wir werden am wohl auch Briefwahl machen müssen, mir fällt gerade ein, dass wir dann eventuell auf Urlaubsreise sein könnten.