In der Dölauer Heide unterwegs
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Am Sonntag vormittag war ich nun tatsächlich in der Dölauer Heide unterwegs. In den immerhin 740 ha Wald, der Landschaftsschutzgebiet ist, gelange ich schon nach knapp 50 m Fußweg, auf denen ich eine Straße überqueren muß. Das Wetter sah sehr wechselhaft aus, ich nahm also auch eine Regenjacke mit.
Meine erste Feststellung: Es gibt noch viel zu viele Mücken. Die zweite: Es sind kaum Leute unterwegs. Noch dazu, da ich eben mitten durch den Wald und nicht in der Nähe der oder auf den Wegen lief. Die dritte Feststellung: Als ich ein Reh erblickte, vermißte ich meine noch zuhause auf dem Tisch liegende Knipselkiste. Toll.
Da war ich von Süden kommend schon über den Marderweg hinweg, hielt mich danach etwas links (etwa 345°), um später in einem Bogen auf den Herthateich zuzugehen. Ich querte immer wieder den Anfang des Weges, der sich nach einer Weile Wolfsschluchtweg nennt. Aber was ich suchte, fand ich nicht. Es fehlte auch dieser charakteristische Duft der Pilze.
Auf den ersten 500 Metern (Luftlinie) meines Spaziergangs (ich blieb die ganze Zeit dann in diesem Gebiet) hatte ich sowieso nicht damit gerechnet, etwas zu finden.
Ein paar Meter folgte ich dem Harzklubstieg nach Westen. Dann lief ich einen Bogen, wieder auf den Wolfsschluchtweg zu, überquerte ihn und schwenkte weiter nach Südost. Am Nordufer des Herthateichs hielt ich kurz an. Bis hierhin hatte ich nicht einen einzigen Pilz gefunden, den ich als eßbar kenne. Nur ein paar Brombeeren hingen vor meinem Vorbeigehen noch an den Sträuchern.
Weiter führte mich mein Weg dann in östlicher Richtung, immer zwischen Harzklubstieg und Gebhard-von-Alvensleben-Weg hin- und herstreifend. Manchmal war es dort wegen zu dichtem Unterholz etwas schwierig. Aber ich kam bis zum Waldkater, wie ich es mir vorgenommen hatte. Nach etwas mehr als zwei Stunden war ich etwa 2000 m Luftlinie von meinem Haus entfernt. Ohne auch nur einen einzigen Pilz gefunden zu haben, und ohne naßgeworden zu sein.
Gestern hätte ich gern einmal meinen Weg von einem GPS-fähigen Gerät aufzeichnen lassen. Zu Fuß war ich – so verrät es mir mein Routenplaner – etwa 3 km gegangen. Aber kreuz und queer durch den Wald, auf erfolgloser Pilzsuche? Wieviele Meter mehr war ich unterwegs? Langsam gehend schaffe ich etwa 4 km in der Stunde, das heißt, ich wäre etwa acht Kilometer gegangen bis zum Waldkater. Über Stock und Stein, durch Busch und Fichtendickicht.
Beim Rückweg blieb ich auf den Wegen. Immer den Harzklubstieg entlang nach Westen bis zu den “Heiligen Hallen”. Wenn es dort nicht die hier gezeigte Tafel geben würde, hätte ich die Überreste des Hügelgrabes nicht gefunden. Von dort nach Süden, am Heiderand entlang bis zur Ecke Liese-Meitner-Straße / Am Bruchsee. Und auch auf diesem Weg fand ich keinen Pilz, nicht einen einzigen.
Statt als Pilzsammler hätte ich als Geocacher unterwegs sein sollen: Laut dieser Karte hätte ich bis zu sechs Multis, vier oder fünf normale und zwei Mystery-Chaches finden können. Tja, irgendwann muß ich mir wohl so ein GPS-Dingsbums zulegen.
Falls jemand so ein Teil wegwerfen will: bitte hierher werfen!
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 15. September 2013 waren der dreistündige Spaziergang und der vierstündige Mittagsschlaf (wegen dem ich nicht in der Stadt unterwegs war) und das Telefonat.
© 2013 – Der Emil. Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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ha! der virus! wenn man den mal hat … und ich spreche hier NICHT von pilzen!
falls du ein smartphone hast, guck mal im app-shop nach „gps-kit“. hab ich fürs iphone gekauft, nachdem ich mein gps in schweden verloren hatte. vielleicht gibts das kit auch für androids? oder eine alternative?
die app zeichnet nicht nur tracks auf, sondern kann auch punkte lokalisieren, die du eingibst vorher, also caches z.b..
von geocaching.com gibts auch eine ziemlich gute app, die vor ort caches anzeigt. obs die auch für androids gibt?
wie auch immer: es könnte dir gefallen, das pilz- und schatzsuchen, wenn ich dir so zuhöre beim wandern 🙂
wie schön, dass du so nah einen so großen wald hast. ich auch. das ist für mich „lebenswichtig“. wenn ich paar tage nicht dort war, komme ich auf entzug. und damit meine ich weder pilze noch caches.
guten wochenstart!
Nein, keines meiner Telefone eignet sich dafür …
(Ich mag auch nicht mit dem Schneebesen Schnitzel klopfen – d.h. ich mag die Multifunktionsgeräte nicht so sehr.)
war halt so eine idee. ich konnte mir halt kein neues gps leisten, drum die app. guck doch mal bei ebay?!
Hm … Die Apps greifen auf das Internet zu – nebenbei kann (!) das zur Kostenfalle werden. Es gibt aber auch Handys, die echte GPS-Geräte sind. Ich werd sehen, was passiert.
(ebay ist für mich auch ein Problem – nein, ich nutz es ebensowenig wie Amazon oder Zalando. Ich bin da doch etwas – nunja, „eigen“.)
die gps-kit-app arbeitet offline. im ausland arbeitet es nur via satellit (wär mir sonst zu teuer).
aber dein eigen lass ich dir gerne. bin ja auch eigen – bei anderem. 🙂
Wollte Dir auch schon Apps fürs Smartphone vorschlagen, aber das hat sich ja erledigt.Vielleicht hast Du das Glück und kannst gebraucht ein günstiges GPS-Gerät ergattern.
Mücken gibts bei uns auch noch so viele und die sind sehr lästig.
Pilze gabs heuer in Kärnten ebenfalls keine. Der Sommer war viel zu trocken. Erst knapp vor der Abreise, als es doch vorher dann ein paar mal regnete, fingen sie zu wachsen an.
LG Gabi
Geregnet hatte es – aber es ist wohl nicht warm genug. Ach, nicht schlimm, bald kommt dann der Hallimasch 😉
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