1. SDIK im ESMB
To get a Google translation use this link.
Drei Lebenskünstler. Ein Ort. Drei Steinmännchen.
(AENGA / d.em) Am Nachmittag des 30. April 2013 trafen sich in Halle (Saale) namhafte KünstlerInnen und NetzaktivistInnen und veranstalteten ein “Erstes Schweizerisch-Deutsches Improvisationskonzil im Europäischen Steinmännchenbau” (1. SDIK im ESMB). Trotz mangelnder Unterstützung staatlicher, kommunaler oder europäischer Institutionen und Behörden gelang es, die besonderen Aspekte von Balance, Härte, Farbigkeit und Form gendergerecht in beispielhaft improvisierten Werken der land art umzusetzen.

Holistische Verdichtung “Geschichtete Venus”
Lithosynthese von SofaSophia
Die Schweizerische Aktionskünstlerin, Appspressionistin, Autorin und Cairnbuilderin SofaSophia wählte für ihre “Geschichtete Venus” einen farbigen Gründungsfindling. Sie schuf mit ihrer synästhetisch untermauerten Platzwahl vor der Kulisse von Zweckbauten eine holistische Verdichtung natürlicher Unregelmäßigkeit und fraktalsystematischen menschlichem Schaffens. SofaSophias Schrift-Œuvre wird bei Kunst-Insidern den modernen vitalart-philosophischen Lehrtexten zugerechnet.

Unsichtbare Kunst von Irgendlink
“Niedere Hochstapelei” verschwindet beinahe im Einerlei der Umgebung.
Die vom “Artist in motion” Irgendlink (aus dem Deutsch-Französischen Grenzgebiet) errichtete “Niedere Hochstapelei” erlangt in ihrer in der umgebenden Steinwüste verschwimmenden Erkennbarkeit dem “Prinzip der unsichtbaren Kunst” folgend höchste Perfektion. Die streng grau gehaltene Nichtfarbigkeit von Steinmännchen und Umgebung schafft außerdem direkte Bezüge zu den aktuellen Schlagzeilen aus den Grauzonen von Fiskalpolitik und Strafrecht. Irgendlink ist auch Autor mehrerer grundlegender Werke der von ihm geschaffenen Bauesoterik und begnadeter Appspressionist.

Unentschlossen am Rande des Wahnsinns
“Ungeordnete Säule”. Richtungslosigkeit. Instabilität. Der Emil zeigt seine Gemütsverfassung.
Seiner derzeitigen Lebens- und Schaffenskrise verlieh der in Halle (Saale) beheimatete Der Emil Ausdruck. “Ungeordnete Säule” verdeutlicht seine Unentschlossenheit schon mit der uneinheitlichen Ausrichtung der einzelnen Lithoentitäten. Bewußt errichtete er sein Werk am Rande der vorbereiteten Kiesfläche, wie er sich zur Zeit auch am Rande des Wahnsinns durch sein Leben schlängelt. Die Instabilität seines Werkes korrespondiert mit der Sicherheit der deutschen Spareinlagen. Der Lingualartist versucht sich erst seit kurzem verstärkt in anderen Bereichen der Lebenskunst.

Beispielhafter Eindruck von der Abschlußzeremonie
Niedere Hochstapelei (vorn links), Irgendlink (hinten, mit Brille)
Zum Abschluß des “1. SDIK im ESMB” verdeutlichten die Teilnehmer ihre Verbundenheit mit dem Planeten Erde durch intensiven Körperkontakt zur Lithosphäre. Im letzten Bild zu sehen ist Irgendlink (hinten) mit seinem Werk “Niedere Hochstapelei” (vorn). Land-art-Freunde der ganzen Welt hoffen seit gestern, daß damit eine neue, zuverlässige Tradition multinationalen ökokorrekten Kunstschaffens initiiert wurde.
Bis gestern nachmittag kannte ich acht meiner Blogleser persönlich. LeserInnen, mit denen ich mich mindestens einmal getroffen habe. Seit gestern sind es zwei mehr. Gestern hatte ich nämlich Besuch von SoSo und Irgendlink. Ich hatte weit genug Ordnung geschaffen, um die beiden guten Gewissens einzulassen in meine Höhle.
Beide entsprachen “irgendwie” meinen Vorstellungen – und auch wieder nicht. Egal, zwei lebensfrohe Menschen, zwei Lebenskünstler. Die haben es doch tatsächlich geschafft, mich zur Suche nach Geocaches anzustacheln. (Den einen, den wir nicht gefunden haben, den such ich heute nochmal!) Und wir waren auf dem ehemaligen Kasernengelände, an “meinen” Ententeichen. Die Meldung der zuständigen Nachrichtenagentur konntet ihr gerade oben lesen.
Danke für euren Besuch!
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 30. April 2013 waren zwei wundervolle Menschen, die mich gestern besuchten.
© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
121 / 365 (WP-count: 562 words)


hach, ja klasse wars …
danke für die hommage an den schönen nachmittag!!!
’s is einfach wunderbar gsih.
oh, das isch jo fasch scho perfekt …
gsi ohni ha u is mit sch = isch … 🙂
aber rächt hesch!
Ich übe weiter 😉 (Außerderm hab ich noch immer Dauergrinsen im Gesicht, auch, wenn um 18.30 Uhr nur noch die „Niedere Hochstapelei“ stand 🙁 )
besser nieder hochstapeln als gar nicht.
gutes weiterstapeln und -grinsen.
so we do!
Pingback: Intermezzo in Halle | Sofasophien, Fallmaschen & Herzgespinste
Na, das scheint ja ein wirklich rasantes Treffen gewesen sein! Schöne Steinmännchen habt Ihr da gebaut! Bleibt zu hoffen, dass sie lange Zeit stehen bleiben und dem vermeintlichen Frühling stolz trotzen! ☺ Immerhin ist jetzt das Aprilwetter vorbei, so dass doch wohl damit zu rechnen sein darf, dass die Sonne umgehend als Scheinwerferlicht auf Eure Steinmännchen herabstrahlen wird!
Wehe, wenn nicht! ;o)
Um 18.30 Uhr stand nur noch die „Niedere Hochstapelei“ von Irgendlink …
Aber das ist egal, der Prozeß war einfach ein wunderbarer Spaß!
Ach Du Schreck: Die Nachrichtenmeldung hat Bullshit-Index von 0,3. ist wie von Siegmund Freud geschrieben, hat einen Flesh-Wert von 7 (wie AGBs), hat 6,78% Füllwörter und 374 verschiedene Wörter (18 x der; 10 x und; 8 x von usw.)
Vielen Dank für das filigrane Wortwerk! Es fühlt sich an, als wäre man dabei gewesen. Ein großer Moment!
Super Interpretation von Steinmännchenkunst und hört/liest sich nach einem wirklich netten Nachmittag an 🙂 . LG Anja
Auch wenn heute keines der Werke mehr stehen sollte – ihren festen Platz in der Kunstgeschichte haben sie gefunden. Bild und Text erinnern an eine Vernissage. Übrigens sollte der Text nicht durch diverse Textanalyseverfahren in seine Bestandteile zerlegt werden – wobei mich die Füllwörter schon interessieren würden.
Beste Moderation eines Kunstereignisses durch einen kundigen Kunst- und Kulturkritiker namens Emil! Wie toll!!!!!!!!!!
KLASSE!
Bezaubernd. Verzaubernd. Die Kunstwerke sensationell.
Und Treffen mit Blog-Freunden sind einfach inspirierend und schön. Ich kenne über zehn meiner Blog-Freunde persönlich. Und einige sind zu echten Freunden geworden!
Ich wünsche Dir einen schönen 1. Mai.
Amelie
Dein Artikel hat mir heute Morgen ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert – köstlich! Wie man sieht und liest, hattet ihr viel Spaß!
Toll und kreativ verwortet, was ihr da erlebt habt!! 😆
Jetzt weiß ich auch, wie so ein Männchen bei dir aussieht, für meinen Kiesel. Mal sehen… 😉
So ungeordnet finde ich deinen gar nicht. Es ist schon Kunst, ihn zusammenzuhalten, bei den verschiedenen Formgebungen. Da könnte man nun orakeln…
..grüßt dich Monika
Ich schleudere mal ein kurzes „das ist die Wucht“ in die Runde. Nicht nur das Treffen war toll, kaum daheim diesen witzigen und kreativen Artikel zu lesen war sozusagen das Tüpfelchen auf dem Steinmännchen.
Hab nen schönen Rest-Erster-Mai. Mein Blogartikel dauert noch ein Bisschen.
Danke für den schönen Nachmittag
Jürgen
Vielen Dank – aber es lag zu einem Gutteil an der Beflügelung durch die Teilnehmer am 1. SDIK im ESMB, daß es diesen Artikel hier gibt.
Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:
Kunst statt Tanz in den Mai … next Kabinettsküchenkunst wie wir sie mögen …
Stimmungsvolle Bilder:)
wunderschön finde ich eure unterschiedlichen Steinmännchen- meine große Bewunderung gilt deinem, bester Emil, nichts ist schwerer als Ungleiches in Form und Struktur zu einem Ganzen zu verbinden! So erzählt jedes Steinmännchen seine ganz eigene Geschichte und etwas vom jeweiligen Standort der unterschiedlichen ErschafferInnen!
good way, good day
herzliche Grüße Ulli
P.S. mich konnten die beiden mit ihrer Begeisterung fürs geo-caching nicht wirklich anstecken, Stoffelin,die ich manchmal bin 😉
Ich ging nur mit, den einen (oder die zwei) zu suchen. Anmelden mag ich mich nicht, hab auch nichts GPS-iges.
Das sind ja statische Wundermännchen, diese Steinmännchen. Ich habe mich früher immer gefreut, wenn sie länger asl 10 Sekunden stehen geblieben sind.
Ich bin am Dienstag mit dem Bus auf dem Weg nach Erfurt durch Halle durchgefahren und habe schöne Sachen gesehen – aber natürlich nicht fotografiert, weil ich das aus dem Bus heraus immer blöd finde. – Aber ich habe an dich gedacht!
Pingback: Kleine Menschen in der großen Stadt | Sofasophien, Fallmaschen & Herzgespinste
„Niedere Hochstapelei“ — das sollte man viel öfter machen. Steinmännchen kann man nicht genug haben; und solche Bloggertreffen offenbar auch nicht. .)
Pingback: Steinmännchen | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen