Da war doch noch … (Nº 019)

… ein defekter Computer

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Nun ja, so richtig defekt war der Rechner ja nicht. Nur das angestammte System wollte nicht von der eingebauten Festplatte starten. Es funktionierte alles, ich konnte auf alle Daten zugreifen. Nur fand ich nicht die Stelle, an der irgendetwas schiefgegangen war.

Vielen lieben Dank möchte und muß ich denen sagen, die mir ihre Hilfe anboten – zum Teil Menschen, die ich nur aus dem Internet kenne! Aber mit meinem Notsystem auf zwei USB-Sticks funktionierte alles soweit, daß ich mir Zeit nahm (und auch das eine oder andere vergaß – verzeiht mir bitte).

Ich hatte 8 GB für ein KNOPPIX mit den wichtigsten Programmen und 16 GB für meine Daten. Audio-, Text- und Bildbearbeitungssoftware funktionierten ebenso wie der Browser. Was ich allerdings beinahe ganz vergaß, waren Messenger und Mailclient (also ICQ, Skype u.s.w. und Thunderbird). Okay, Skype war nach ein paar Tagen auch wieder aktiv, aber der Rest … So war ich dann beinahe jeden Tag damit beschäftigt herauszufinden, wo auf dieser verflixten root-Partition (vergleichbar der Festplatte C: unter Winzigweich Fenster und DOS) der / die Speicherplatzfresser waren.

Am Ende versuchte ich, die home-Partition (Winzigweich Fenster: Eigene Dateien) zu verkleinern und die swap-Partition (Winzigweich Fenster: die Auslagerungsdatei) zu verschieben. Damit wäre auf der Festplatte genügend Platz gewesen für eine um 20 GB vergößerte root. Drei Tage lang versuchte ich das nach einer kompletten Datensicherung. Doch es funktionierte nicht. Nebenbei suchte ich im Netz nach Hinweisen auf mögliche Ursachen. Da wurde ich dann auch fündig.

Der neue Kernel (d.i. das eigentliche Betriebssystem) hatte einen Fehler – und ich hatte mir am Tag des PC-Versagens eben diesen Kernel als Update installiert. Beim Starten verursachte dieses Miststück so viele Fehlermeldungen, daß die 6,8 GB freier Platz auf dem Systemdatenträger nicht mehr ausreichten! Nein, eine Textdatei mit Fehlermeldungen von über 7 GB Göße entstand. Damit war kein Platz mehr für die beim Fedora-Start notwendigen temporären Dateien und das System konnte nicht mehr starten. Weil sich das Unglück aber schon beim ersten Neutart des Rechners ereignete und ich den deshalb nicht mehr geordnet herunterfahren konnte, wurden diese Fehlermeldungen nicht wie sonst üblich gelöscht!

Tja, ehe ich also auf die Idee kam, nach Dateien zu sehen, die es auf meinem Rechner sowieso nicht geben kann, verging viel Zeit. Ich glaubte mir und meiner Überzeugung mehr als der Realität, die ich nicht prüfte. Bis ich es dann eben doch tat, den Datenschrott fand und entfernte. Und so funktioniert mein PC wieder, seit drei Tagen schon. Außerdem liegt eine nigelnagelneue SATA-Platte hier, die ich irgendwann einbauen werde.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 18. Januar 2013 war ein “Ja” der Chefetage zu meinem Entschluß, etwas nicht untergehen zu lassen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Da war doch noch … (Nº 019)

  1. Follygirl sagt:

    Wie toll, daß Du das kannst. Ich stehe absolut hilflos da, wenn der PC streickt…
    LG und hab ein ruhiges Wochenende, Petra

  2. Frau Momo sagt:

    Ich verstehe zwar mehr oder weniger nur Bahnhof, aber Hauptsache es löppt… würde der Hamburger sagen 🙂

  3. Super das es wieder funktioniert.

  4. Himmelhoch sagt:

    Ein ganz klein wenig mehr als Bahnhof verstehe ich gerade, aber machen könnte ich es nicht. Ich bin schon stolz, wenn ich kleinere Fehlerchen selbst beheben kann. – Aber schön,dass es wieder läuft.

  5. Sofasophia sagt:

    super!

    winzigweich fenster ist ein tolles synonym!

    du bist ein echter linux-detektiv, denk ich grad!

    • Der Emil sagt:

      (Ich hab doch nur aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt …)

      Oh nein, auch auf Arbeit merke ich geraden, daß ich von Linux viel zu wenig Ahnung und Wissen habe.

  6. Amelie sagt:

    Wie abhängig wir doch von den diversen technischen Maschinchen und ihren Betriebssystemen geworden sind. Wie haben wir vor dreißig Jahren nur überleben können?
    Ok, der technische Fortschritt. Und hätten die Menschen den nicht, dann würden sie noch in Höhlen leben.
    Aber trotzdem ….

  7. Elvira sagt:

    Wie schön, wenn Mann selbst Hand anlegen kann 😉
    Liebe Grüße von Elvira

  8. Gabi sagt:

    Auch wenn Du in Deinen Antworten schreibst, dass Du zu wenig weißt, hätte ich gerne dieses Wissen. Ich habe zwar relativ verstanden, was das Problem war (dank Deiner „Übersetzungen“ in Klammer :-)), aber wie oder was zu machen wäre oder überhaupt draufkommen auf das Problem, da hätte ich wohl Schwierigkeiten damit.
    Freut mich aber, dass jetzt wieder alles läuft.
    lg Gabi

    • Gabi sagt:

      PS: habe gerade mal aus Neugier auf die englische Übersetzung Deines Textes geklickt. Da wird Dein „winzigweich“ als „tiny soft“ übersetzt. .-)
      lg Gabi

  9. minibares sagt:

    Mr. Fachman, Sie beeindrucken mich sehr!
    Bei sowas würde ich nur blöd gucken. Aber zu helfen wüßte ich mir nicht.

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